Jan 7 2010

Fly me to the moon

Gestern war ja Heillige Drei Könige, der Tag, an dem traditionell die Weihnachtsbäume entsorgt werden. In Schweden werden da ja sogar alte Möbel entsorgt, wenn man der Werbung eines dort ansssäsigen Möbelhauses glauben darf.  Hier bei uns im pietistischen Kernland holt sie der CVJM ab, der daraus Holzscheite und leicht entflammbares Reisig für Hexenverbrennungen gewinnt und dafür auch noch “für einen guten Zweck” bezahlt wird. ;)

Um einiges cooler ist da allerdings die Lösung, die sich ein paar Amerikaner einfallen lassen haben. Nach dem Motto “An der Spitze ist ein Stern, also gehört es in den Weltraum” haben sie 32 Raketen an ihrem ausgedienten Weihnachtsbaum befestigt und ihn gen Himmel befördert. Yeah!

Eat this, CVJM!


Dez 24 2009

Schöne Feiertage!

An alle Leserinnen und Leser, Freunde und Bekannte. Und natürlich auch an die Kreationisten da draußen.

creationistvia b3ta.com


Nov 28 2009

Samstag

ecki_frIch würde heute Abend am liebsten zu Hause bleiben. Ein paar Gläschen Wein trinken, das neue Album der Goldenen Zitronen durchhören und vielleicht noch ein bisschen lesen.

Oh man, das muss das Alter sein. Oder nervt einfach die allwöchentliche Routine? Das Spaß haben müssen? Eventuell sind es auch die paar nervigen Gäste, der geschmacklose Musikwunsch beim Thekendienst machen? Oder die Gewissheit, dass ich wieder nicht vor 4 Uhr früh nach Hause komme, dann noch eine Stunde brauche, um “bettreif” zu werden und dass damit der Sonntag wieder mal ein verschlafener, verschenkter Tag ist?

Ich weiß es nicht. Und spätestens in drei Stunden, wenn die Musik läuft und die ersten Gäste kommen, ist wieder alles in Ordnung.

Update: Es ist kurz nach 7 Uhr, ich bin vor etwa 10 Minuten nach Hause gekommen. Das Absacker-Bier, ein Pilsner Urquell, ist offen. Die Goldenen Zitronen hab ich auf dem 30-minütigen Nachhauseweg ein wenig angehört, iPod sein dank. Es war stressig, schön, lustig, laut und routiniert. Nächsten Samstag gibt es dann wieder den Wochenend-Blues. Und später das pochend fiese, leere Erwachen.


Nov 14 2009

Räuber & Gendarme 2009

Vorhin beim kurzen Spaziergang zum Metzger, es ist schon fast dunkel. Drei Stöpsel kommen mir entgegen, 8-10 Jahre, älter waren sie nicht. Der eine wirft sich vor mir und neben einem Stromverteilerkasten ins Herbstlaub, lehnt sich mit dem Rücken an den Kasten und kreuzt die Finger. Bis auf den Daumen und den Zeigefinger.

Leise ruft er nach seinen kleinen Kumpeln, die daraufhin in geduckter Haltung zu ihm eilen, um je eine Seite des Kastens mit pistolenhaften Kinderhänden zu decken. “Clear!”

Ich kann mir ein Lächeln nicht verkneifen und frage leise “Wo sind denn die Räuber?”

“Die Terrorischda sind dort drüba!” war ihre Antwort.

Irgendwie gruselig.


Nov 12 2009

Therapy? in der Röhre

Letzten Sonntag war ich auf dem Therapy? Konzert in der Röhre. Nette 17,50 € Eintritt, das ist nicht abgehoben, obwohl die Band in den 90ern und auch Anfang dieses Jahrhunderts durchaus erfolgreich war. Den großen Durchbruch wollten sie glaube ich auch nie, Therapy? ging und geht es um ihre Musik und Texte.

Die beiden Vorbands, “Ampersand” und “Ricky Warwick” waren eher unspektakulär. Ampersand habe ich nach zwei Titeln, die mich beide schwach an Tina Turners “Nutbush City Limits” erinnerten, den Laufpass gegeben und mich mit den anderen vor die Tür zum Rauchen begeben (Rauchverbote bei Konzerten! Püff!).
Ricky Warwick hat mich kurz aufhorchen lassen, immerhin stand er ganz alleine mit seiner Gitarre auf der Bühne und seine Accoustic-Version von Motörheads “Ace of Spades” war ganz gut. Heute hab ich mal nach ihm gegoogled (schreibt man das nun mit t oder d?) und gelesen, dass er mal Gitarrist bei New Model Army war. Daher kannte ich also das Gesicht.

Dann also Therapy?! Hammer! Als erstes hat mich überrascht, wie klein der Bassist und der Sänger/Gitarrist doch sind. Ob das an der Mangelernährung in den letzten Jahrhunderten und der Kontinuität im Genpool der Iren, die ja doch abseits von allem außer GB liegen liegt? ;)
Egal, ich schweife ab. Jedenfalls haben sie ihre Songs enorm gut rübergebracht, man hat sehen können, wie ihnen ihre technischen Spielereien gefallen haben. Und wieder einmal musste ich an eine alte Freundin denken, die damals, als wir alle irgendwie ein Instrument lernten, gesagt hat, dass es keine Basssolos gibt. Der Therabassist hat das jedenfalls gründlich widerlegt. Hätte ich ihn nur früher gekannt!

Gespielt haben sie Songs quer Beet durch all ihre Alben. Besonders gut gefallen hat mir “Die Like a Motherfucker” (gewidmet allen Rassisten), die enorm rockige Version von “Diane” und “Clowns Gallore”, das der Sänger Gordon Brown gewidmet hat.

Alles in Allem ein genialer Abend mit Therapy? in der Röhre und eines der besten Konzerte, das ich je besucht habe.

Und da ich keine Kamera dabei hatte, gibt es hier das aktuelle Video zum Titelsong des Albums “Crooked Timber”. Der Titel ist frei nach Immanuel Kants These “Out of the crooked timber of humanity, no straight thing was ever made.” interpretiert.

Therapy?—Crooked Timber from Therapy? on Vimeo.

Amazon-Partnerlink zum Albenkauf: Therapy? – Crooked Timber

Update: Auf Setlist.fm gibt es jetzt auch eine – wer ahnt es? – Setlist des Konzerts.

Therapy? Setlist Die Röhre, Stuttgart, Germany, Crooked Tour 2009

Nov 7 2009

“Ich bin schon hier!”

Das rief der Igel bzw. seine Frau, die am anderen Ende des Stoppelackers wartete, dem flinken Hasen beim Wettrennen zu. Und so glaubt der Hase das Rennen zwischen Hase und Igel verloren zu haben und gab sich geschlagen.

Dieses Jahr allerdings wollte der Hase auf Nummer sicher gehen. Den hinterhältigen Trick des Stachlers hatte er schon lange durchschaut. Und als das alte Schlitzohr, das er war, ersann er einen Plan. Keiner sollte ihm zuvorkommen und ihm den Platz als schnellstes Wesen des mitteleuropäischen Tierreichs streitig machen.

Der Igel hatte es vorgemacht: Tarnung ist alles!

X-Mas Häschen

X-Mas Häschen

Allerdings ist er mit seinem Vorhaben über das Ziel hinaus geschossen. Die Menschen durchschauten den Hasen als das, was er ist: Ein fieser Blender.

Meister Lampe zog resigniert sein Kostüm aus und lebte für einige Monate gar abgeschieden von der Welt. Als er sich besonnen hatte und wieder er selbst war, fand er er auch wieder Freunde, die ihm sein Missgeschick verziehen.

Hallo Riegelein! X-Mas Bunnys sind einfach nur lächerlich! Hört bitte damit auf.