Kleider Macher Leute?

Interessant. Eine Ausstellung einiger Studenten der Empirischen Kulturwissenschaften beleuchtet das Leben mit dem Fabrikverkauf in Metzingen:

Eine schwäbische Kleinstadt entwickelt sich zu einem einzigartigen Phänomen: „Bosstown“, „Mekka der Schnäppchenjäger“, „Smart–Shopping–City“ – Metzingen hat viele Namen. Der Mythos des Billigen prägt das neue Image des Mittelzentrums am Fuße der Alb. Durch die Ansiedlung einer Vielzahl von Fabrikverkäufen und Outlets rund um den traditionellen Unternehmenssitz der Firma Boss hat die Stadt in den letzten Jahren nicht nur in der Region, sondern deutschland- und europaweit große Bekanntheit erlangt.

Die Ansiedlung der Metzinger Outlets in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt – und nicht wie andernorts auf der grünen Wiese – bildete den Ausgangspunkt des Forschungsprojektes. Die räumliche Nähe zwingt Konsumenten, Angestellte und Anwohner sich zu arrangieren, zumal sich die Outlets nicht nur auf die örtliche Wirtschaft, sondern auch auf den Alltag der Bürgerinnen und Bürger auswirken: Stau, Parkplatznot und ständige Bauaktivitäten sind Beispiele des veränderten städtischen Lebens.

Ich werde mir die zugehörige Austellung (die Website ist ja eher wenig informativ) die Tage mal anschauen. Der Katalog dazu kostet wahnsinnige 22 €. Falls es die Damen und Herren Studenten aus Tübingen noch nicht mitbekommen haben: Wir sind Schwaben, das ist definitiv zu teuer (Dostojewskis Gesammelte Werke haben mich 99 DM gekostet…).

Nun ja, wenn Kommerz zur Kultur wird, verwundert das ja nicht unbedingt.

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