Überwachung ist Sicherheit (fiktive Kurzmeldung)
Staatsminister Hubert Hiltenfein lies heute verlautbaren, daß das Automobil immer mehr zum Haupttransportmittel radikaler Explodisten wird. Nur noch 10% des täglichen Terrorismus werden zu Fuß beschritten.
Laut den der Öffentlichkeit aus Sicherheitsgründen nicht zugänglichen gemachten Berichten wird klar, das sich die Köpfe von Al Daq Shlimma Woad hauptsächlich per Automobil von Terror-Meeting zu Terror-Sitzung bewegen.
Aus diesem Grund und auf Anraten der Vereinigten Staaten gegen des Terrorismus erwägen die Minister des Inneren und des Äussersten und der Hochfinanz sowie des Hindukuschs eine schärfere Kontrolle des Automobilverkaufs. So sollen Kraftfahrzeuge nur noch an die von der WTO streng definierten Staaten exportiert werden.
Des weiteren soll im Inner-Deutschen Bezirk ab 2010 eine grundsätzliche Bestimmungspflicht gelten, die die Überwachung der Sicherheit der Automobile regelt. PKWs werden von Maut- sowie Tankstationen erfasst, ihre Insassen auf nicht angemeldete und daher illegale Mitfahrer überprüft und gleichzeitig biometrisch abgleichbare Bilder erstellt.
Hiltenfein lies verlautbaren, dass durch eine solche Überprüfung die entgültige Sicherheit des Staates gewährleistet würde. Die Datenschützer der Länder meldeten zwar ihre Bedenken an, doch wer will schon gegen einen Schritt in Richtung alles umgreifende Überwachung Sicherheit sein?
17. Oktober 2006 um 14:18 Uhr
Man könnte das Ganze ja noch toppen. Barcode auf den Arm, überall Scanner aufgehängt und eine Explosivkapsel in den Backenzahn. Beim nächsten Terroranschlag heisst es dann:
“War das einer von Al-Kaida?”
“Nö, der hat nur gegen die Bewährungsauflagen verstossen.”
17. Oktober 2006 um 20:42 Uhr
Diese derzeitige Entwicklung zur leider absoluten Überwachung erinnert mich immer wieder an den ein oder anderen Scince-Fiction-Film. Hab vor noch nicht allzu langer Zeit gedacht, dass es niemals so weit kommt und jetzt auf einmal ist es garnicht mal so unwahrscheinlich.
In “Minority Report” (egal, was man über diesen Film denkt) gibt es eine Szene, wo die gesuchte Hauprolle durch ein öffentliches Gebäude läuft…und wird sofort von Kameras (oder Augen-Iris-Dings-Zeugs-Scannern) erfasst. Die Szene hat mich schon erschreckt, vor allem wenn ich jetzt wieder dran denk…immer mehr Kameras an öffentlichen Plätzen, RFID-Chips in Reisepässen, Datenspeicherung im Internet, usw. Ich will garnicht daran denken in wie vielen Datenbanken ich bereits erfasst bin (obwohl ich es eigentlich vermeiden will). Bald bekomm ich wahrscheinlich extra für mich angepasste Werbung, weil jeder weiß was ich im Netz mache, in welche Läden ich gehe, wann und wo ich mich überhaupt so rumtreib…aber zum Glück gibt es ja noch den Datenschutz, also muss ich mich noch gedulden mit meiner zugeschnittenen Werbung
Diese Überwachung dient ja aber unserer Sicherheit…und Sicherheit verträgt sich nicht mit Freiheit…ein Prosit auf die Sicherheit
Grüßle,
paranoia-dani
20. Oktober 2006 um 13:53 Uhr
Schönes Wochenende…
Endlich sind alle Unklarheiten und Diskussionen beseitigt und wir bezahlen alle für eine Dienstleistung, die nicht mal 4% der Bürger in Anspruch nimmt: Rundfunkgebühren für “neuartige Empfangsgeräte”. Da bin ich ja mal richtig froh, de…
11. Januar 2007 um 00:57 Uhr
[...] Mein persönlicher Lieblingsartikel ist der fiktive Artikel zur Überwachung in Deutschland. Am meisten gefreut habe ich mich über die Verlinkung der Frankfurter Neuen Presse, die in deren Blog auf meinen “Dienstweihnachtsbäume”-Artikel hingewiesen hat. [...]