The Kleinstadt Experience

Als ich im besten Teenageralter war, also so zwischen 16-18 bzw. so um 1991-1993 rum, gab es hier in unserer Kleinstadt relativ wenig zu tun. Das erste große Album von Nirvana kam gerade heraus und schüttelte unsere Hirne, die bisher nur von Gun`s’n'Roses und Metallica gehört hatten. Pearl Jam betrat die Bühne und brachte unsere Gedanken mit “Alive” zum Surfen in fremden Gewässer. Slime ließ unsere Glieder auf jeder Party zucken und verführte dazu, im geheimen Gedanken zu formen, die besser auch geheim blieben.

Und da war dieses Mädchen. Nicht, dass ich in sie verliebt gewesen wäre, dazu war sie einfach zu cool. Sie hörte damals eher die Musik, die für uns zu altmodisch war. Rolling Stones? Pff, alte Opas, nichts weiter.
Trotzdem hat sie es geschafft, mich für Jimi Hendrix und The Doors zu begeistern, wofür ich ihr heute noch dankbar bin. Was wären unsere hitzigen Sommer damals ohne den Crawling King Snake gewesen?Oder unsere Skateboard-Sessions auf den Straßen Metzingens, hätten wir es uns wirklich getraut, ohne Hendrix Crosstown Traffic an fahrende Autos zu hängen?

An Regentagen wie heute denke ich gerne an solche Tage zurück, als wir zu dritt irgendwo in den Weinbergen von Metzingen oder den Gartenlauben irgendwelcher Eltern eine Menge Spaß hatten. Und wenn ich dann irgendwo auf Jimi Hendrix stoße, macht mich das glücklich.

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