Weil noch vorgekochte Pellkartoffeln vom Dienstag da waren, gab es heute Bubaspitzle mit Kraut. Passt zum herbstlichen Wetter und schmeckt einfach lecker.
Meistens esse ich dieses Gericht beim flanieren über einen Weihnachtsmarkt, auf denen es hier im Schwabenländle an allen Ecken und Enden angeboten wird. Das an Vitamin C reiche Sauerkraut, das den Menschen früher im Winter oder bei langen Seefahrten als nahezu einzige Vitaminquelle zur Verfügung stand, schmeckt aber auch sonst sehr lecker.
Man benötigt für 4 hungrige Schwaben folgendes:
Für die Schupfnudeln:
- ca. 600 g mehligkochende Pellkartoffeln vom Vortag
- ca. 250 g Mehl
- 3 Eier
- Salz und geriebene frische Muskatnuß
Für das Sauerkraut:
- 1 kleine Dose Filderkraut (oder normales Sauerkraut
) - 1 Zwiebel
- 150 g gerauchter Bauchspeck
- Kümmel, 1 Lobeerblatt, 4-5 Wacholderbeeren, Salz & Pfeffer
- 100 ml Gemüse- oder Fleischbrühe
Kartoffeln schälen und durch eine Kartoffelpresse pressen. Mehl (bitte mit Gefühl! Ältere Kartoffeln beinhalten mehr Stärke als neue und so variiert die “Klebfähigkeit” und damit der Mehlbedarf), Eier und die Gewürze dazu und kräftig durchkneten. Den Teig etwas ruhen lassen.
Währenddessen die in Scheiben geschnittene Zwiebel und den fein gewürfelten Speck in einer Pfanne angehen lassen. Sauerkraut dazu und so lange köcheln lassen, bis der Saft verdampft ist. Die Gewürze dazu, etwas anbraten lassen und dann mit der Gemüsebrühe ablöschen. Nun ca. 15 bis 20 Minuten bei geschlossenem Deckel und milder Hitze garen.
Nebenher einen Topf mit Salzwasser aufsetzen. Mit einem Löffel etwas Teig in die gut bemehlte Hand geben und auf der ebenfalls bemehlten Arbeitsfläche zu einer länglichen, ca. 3 cm dicken Wurst ausrollen. Mit einem Messer 3 cm lange Stücke abtrennen und diese in der Hand formen, bis sie dem Namen Bubaspitzle gerecht werden. Ab ins siedende, nicht kochende Salzwasser für etwa 2-3 Minuten, dann sollten sie oben schwimmen. Abseihen und abtropfen lassen, dann in einer Pfanne mit etwas Butterschmalz anrösten.
Nun mit dem Sauerkraut (Lobeerblatt und Wacholderbeeren vorher rausfischen) vermischen und servieren. Mjamm.
Das Bild vom angerichteten Teller ist leider nichts geworden, darum hier nochmal eines von den Schupfnudeln.
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Das Schöne und das Biest – Die Schupfnudeln und das Sauerkraut.
Aber jedem das Seine – Guten Hunger!
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Biest? Ich seh’ schon, du bist wohl nicht gerade ein Liebhaber von Sauerkraut. Schade, denn es ist sooo gesund!
4. September 2007 um 17:31 Uhr
Das habe ich vor einiger Zeit auch mal gekocht. Allerdings muss ich gestehen, dass mir das Gebatze mit dem Kartoffelteig zu blöd war… Naja, ab und an darf man auch “mogeln” und daher wurden die Dinger gekauft
Frisch gemacht sind die Schupfnudeln aber bei weitem besser. Wie alles halt!