Monthly Archive for August 2008

Schnäppchen

Metzingen ist halt doch eine Schnäppchenstadt.

Heute Mittag dachte ich noch, wie unverschämt teuer Musik-CDs doch geworden sind, obwohl die Technik mittlerweile Jahrzehnte alt ist und sich daran nichts signifikant verbessert hat. Noch zu DM-Zeiten habe ich es bevorzugt, nur Low-Price CDs zu kaufen, die gab es für 8-14 Mark. Und das waren zum Teil echt nette Sachen, nicht umsonst liegen in meinen Regalen einige hundert davon. Also dachte ich mir, ich könnte doch mal wieder ein paar ältere, aber gute CDs erstehen. Nix da. Die kosten jetzt einfach 12-16 Euro im Niedrigpreissegment, aktuelle Alben kosten 18-20 Euro.

Hallo? Wer gibt denn bitte umgerechnete 36-40 Mark für ein Album aus? So viel kostete noch vor gar nicht all zu langer Zeit eine Doppel-CD!

Wisst ihr was, ihr Plattenindustrieärsche? Ich kaufe meine CDs ab jetzt nur noch gebraucht, denn eure aktuelle Chart-Scheiße brauche ich eh nicht. Eure Abzocke von Fans und Bands, damit ihr euch wie deppert Koks reinziehen könnt um auf noch deppertere Ideen zu kommen uns Fans zu schikanieren, werde ich nicht unterstützen. No way!

Mein Schnäppchen habe ich übrigens beim Bücherflohmarkt der Metzinger Stadbücherei gemacht, da gibt es ein Buch oder eine CD für einen Euro. Und so bin ich zu Holes “Celebrity Skin” und “My Body, the Hand Grenade” gekommen. Sehr geil.

Himmel und Hölle

Was wohl passiert, wenn ich das Bier einschenke? Erscheint dann der Teufel und holt sich meine Seele? Oder werde ich exkommuniziert? Geht das überhaupt als Nicht-Katholik?

Wir werden alle sterben!

Mal davon abgesehen, das dieser Satz wahr ist, befürchten einige Zeitgenossen, dass der Zeitpunkt an dem das passiert, schon ziemlich bald sein könnte. Nämlich dann, wenn das CERN Ende September diesen Jahres in ihrem Large Haldron Collider die erste Teilchenkollision verursacht.

In den USA, genauer in Hawaii, wird sogar gegen die Inbetriebnahme geklagt. Denn schließlich könnte so eine Teilchenkollision sogar ein Schwarzes Loch entstehen lassen, wenn auch nur ein klitzekleines.

Ich persönlich fände das gar nicht so schlimm, denn diese Art von “Wir werden alle sterben!” ist ziemlich ästhetisch und schnell. Und am Ende wären wir alle vereint in einem unglaublichen Punkt Materie. Irgendwie ist das romantisch.

Direktsog

Am Rand erwähnt

Eben bin ich durch einen Link mal wieder auf Spiegel online gelangt. Mir wurde bei der Gewichtung der “Nachrichten” schnell wieder klar, warum ich SPON seit einiger Zeit meide.

Wenn ich auf Sensationsjournalismus, gepaart mit einem bißchen Ekel und Furcht sehen wollte, würde ich doch lieber Explosiv oder die RTL2-Nachrichten anschauen. Da flackerts wenigstens schön bunt und ich muss nichts über Welthunger und andere Problemchen hören. Auch nicht am Rand.

Heisse Höschen

Diesen Schlüpfer aus Wolle, von Muttern selbst gestrickt, habe ich neulich beim Entrümpeln gefunden. Ich glaube, ich habe ihn so gegen 1977/1978 getragen. Natürlich über der Moltonwindel.

Was bin ich froh, das ich jetzt alleine auf’s Klo kann!

Grandaddy - The Chrystal Lake

Einer meiner Lieblingssongs um die Jahrtausenwende herum. Grandaddy gibt es heute leider nicht mehr, aber ihr letztes Album “Just like the fambly Cat” ist ein Ohr wert.

Direkthütte

P.s.: Irgendwie passt der Song und das Video auch ein wenig zu Dieter Petereits Bloghaus.

Zitat des Tages

Der Graf: Pfui! Du hast die Trunkenheit des Volkes.

Figaro: Das ist die gute, die des wirklichen Vergnügens.

“Der Barbier von Sevilla” von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais

Irgendwie passend zu dem ganzen Blogger vs. Journalisten Geplapper.

Bilderrätsel (2)

Welcher unangenehme Zeitgenosse ist gesucht?

Propaganda-Spam

Seit Samstag ist diese Email bereits elf Mal bei mir eingetroffen. Absender waren immer offensichtlich gefälschte Emailadressen mit den üblichen Spammer-Durchschnittsnamen. Wer verfasst denn sowas? Und was erhofft derjenige sich davon, seine Botschaft im Viagra-Spam-Style einem propagandistischen Bombenteppich gleich über das gesamte Internet auszuschütten? Glaubwürdigkeit bestimmt nicht, denn seriös ist diese Methode nicht. Am ehesten wohl noch Aufmerksamkeit. Die bekommt er auch für einen kurzen Moment, bis sie dann, zumindest bei mir, in Ärger über blöden Propaganda-Spam umschlägt.

Propaganda ist Propaganda und Spam ist Spam. Wie demokratisch die georgische Regierung ist, hat sie in der nahen Vergangenheit zur genüge bewiesen. Russland ist allerdings meiner Meinung nach keinen Deut besser.

Taser - Schießen ohne Nachdenken

Es gibt immer mehr Gründe, die mich vor einer möglichen Reise in die USA abschrecken. Nicht dass ich das in der nächsten Zeit überhaupt vorgehabt hätte, die Behörden und Politiker dort sind mir gelinde gesagt viel zu unentspannt. Durchsuchungen von Laptops und Mp3-Playern, Verschleppungen von Einreisenden und viele andere Schikanen und Grausamkeiten haben meinen Wunsch, dieses bestimmt sehr schöne Land mit seinen sicherlich auch ganz netten Menschen kennen zu lernen, kontinuierlich seit dem September vor 7 Jahren schrumpfen lassen.

Was mich eben auch immer wieder erschreckt, ist die Polizeiwillkür der US-Polizisten gegenüber den eigenen Bürgern. Von so einem Beispiel an brutaler Willkür habe ich eben hier gelesen. Da wurde in einem kleinen Städtchen im mittleren Westen der USA, genauer in Ozark (Missouri) ein Junge von Polizisten getasert.

Der Polizeieinsatz fing damit an, dass ein Ehepaar die Notrufnummer 911 wählte, weil ein Junge über eine Highwaybrücke lief und sie Angst hatten, der Junge könnte von einem Auto angefahren werden. Die Zeugen sagten später aus, er hätte zwar etwas durcheinander gewirkt, aber nicht als ob er gleich von der Überführung fallen oder gar springen würde.

Als die Polizei ankam, lag der junge Mann regungslos auf der Seite unterhalb der Brücke.  Der junge Mann namens Mace Hutchinson war kurz zuvor von der ca. 9 Meter hohen Überführung auf den Mittelstreifen der darunter liegenden Straße gestürzt und hatte sich dabei das Rückgrat und ein Bein gebrochen. Als er auf die Aufforderungen der Polizei nicht reagierte und nur wirr vor sich her redete, griffen die Polizisten zu ihrer “nicht tödlichen” Unterwerfungswaffe, dem Taser.

19 Mal wurde der 16jährige mit dem gebrochenem Rückgrat getasert, während stumpf die Aufforderung wiederholt wurde, sich zu erheben und die Hände über den Kopf zu nehmen. Dann endlich kam einer der Polizisten auf die Idee, dass der Junge vielleicht verletzt sei und dass man doch besser den Notarzt holen sollte.
Durch die vielfache Anwendung der Elektroschockwaffe und den damit verbundenen Anstieg an Leukozyten in seinem Blut konnte der junge Mann erst nach zwei Tagen einer lebenswichtigen Operation unterzogen werden. Die am Einsatz beteiligten Polizisten rechtfertigen ihre Handlungen folgendermassen:

Police say although there are several unanswered questions; the reason for the use of a stun gun is not one of them.

“It’s a big concern for the officers to keep this guy out of traffic, to keep him from getting hurt,” said Rousset.

Alles geschah also zum Wohl des Jungen. Wie kalt muss man sein, wie abgestumpft, um so etwas zu erzählen oder zu glauben. Und hey, unsere Polizei ist gerade auch an der Erprobung dieser “nicht tödlichen” Waffe.

Ich weiß nicht, was mich mehr ärgert: Diese menschenverachtende und doch verniedlichte Waffe an sich oder deren Einsatz als Allzweckwerkzeug.