Monthly Archive for August 2008

Feedreader-Stöckchen

Localwürstchen hat mir schon vor 3 Tagen ein Stöckchen zugeworfen. Heute komme ich nun endlich zum beantworten und weiter reichen.

Welchen Feedreader benutzt Du und seit wann?

Google Reader, seit etwa 6 Wochen. Davor habe ich ca. zwei Jahre lang “Feedreader” genutzt, der zwar auch ganz nett war, zum darstellen der Inhalte allerdings auf den IE zurückgegriffen hat. Kurzzeitig habe ich auch mal Netvibes genutzt, war aber gar nicht angetan. Mal schauen, sobald Flock 2 herauskommt werde ich eventuell Firefox und dem Google Reader den Rücken kehren.

Wieviele Feeds hast Du abonniert, wieviele davon sind Blogs (in %)?

Abonniert habe ich 236 Feeds, von denen schätzungsweise 85% Blogs sind.

Wieviele Feeds liest Du täglich (wöchentlicher Schnitt)?

Ich kann das natürlich nur schätzen, aber so zwischen 20 und 30 werden es schon sein. Etwa die gleiche Anzahl überfliege ich kurz bzw. lese die Titel.

Dein meistgelesenster Feed/deutscher Blog-Feed?

Wenn es allein um die Anzahl an Postings geht, dürfte das bei den Feeds allgemein der Indymedia Newswire sein und bei den Blogfeeds Fefes Blog. Indymedia überfliege ich meist aber nur, da dort ziemlich viel Quark publiziert wird und Fefe schreibt meist nur recht kurz eine Meinung zu einem aktuellen Thema. Richtig gerne und ausführlich lese den Newsfeed der SWR-Nachrichten und bei den Blogs Jochen Hoffs Duckhome.

Welche Nachrichtenseiten hast Du abonniert (nenne max. 3)?

Die SWR-Nachrichten (s.o.) und die RTF 1 Lokalnachrichten. Ansonsten schaue ich täglich bei Heise vorbei und lese auch mal die Netzeitung oder stöbere auf taz.de. Das waren jetzt fünf. Egal.

Dein erstes und Dein letztes Blog im Reader?

Das erste ist “… ach, nichts.“, das letzte “ZAF - Zenzizenzizensic Armee Fraktion“.

Lesegewohnheit: alphabetisch, chronologisch, durcheinander?

Mal so, mal so. Also durcheinander mit gelegentlicher, willkürlicher Ordnung.

Hast Du Blogs/Feeds, von denen Du nicht zugeben würdest, dass Du sie liest, im Reader?

Ich doch nicht! ;)

Weitergabe des Stöckchens:

Ich reiche weiter an die Karnevalistin Anna, an den Exilschwaben Holger und an den phantastischen Maobe.

Reutlingen

Manchmal fahre ich in die nächstgelegene Kreisstadt Reutlingen, um ein paar Dinge zu besorgen, die es im doch recht beschaulichen Metzingen einfach nicht oder nur in schlechter Qualität gibt. Sojasauce oder Chillischoten zum Beispiel, denn sowas wie einen asiatischen Laden gibt es hier einfach nicht. Und unser Supermarkt-Monopolist hier ist sich seiner Konkurrenzlosigkeit voll bewusst und bietet etwas exotischere Dinge kaum oder nur in schlechter Qualität an. Kleinstadt-Tristesse in Reinkultur eben.

Dabei mag ich Reutlingen eigentlich gar nicht so sehr, denn die Innenstadt ist mir persönlich zu sehr auf schnicke getrimmt und die Einwohner sind meist unfreundlich. Zumindest diejenigen, denen man auf der Wilhelmstraße begegnet, einer Fußgängerzone die sich durch die ganze Innenstadt streckt und in der es die selben Geschäfte wie in jeder größeren Stadt der westlichen Hemisphäre gibt. Diese Straße ist meistens ziemlich vollgestopft von gedankenlosen, seltsamen Menschen.

Etwa einheimische ältere Damen, die direkt vor einem einfach mal ruckartig stehen bleiben um mit Frau Kächele einen Schwatz über den letzten Aufenthalt im Kreiskrankenhaus zu halten. Wenn man sie dann etwas anrempelt, weil man nicht mehr rechtzeitig ausweichen konnte, bruddeln diese alten Damen lautstark herum. Grässlich.

Oder die einkaufswütigen Kiddies, die in Gruppen aus den umliegenden Dörfern “in die Stadt” strömen. Sie wollen zwar was mit Freunden unternehmen aber gleichzeitig ihre Individualität nicht aufgeben, weshalb sie mit laut krakelenden Handys ihre ganz individuelle Musik Klingeltöne abspielen. Jedes Balg einen anderen. Da sie sich dadurch sogar selbst nicht mehr verstehen können, schreien sie ihre belanglosen Gedanken (”He geiles Teil!” - “Scheiße nee, des hat doch schon die Jessi. Isch voll uncool!” - “Ja Jessi, die Schlampe!”) lautstark quer über die Straße. Und mir dabei ins Ohr.

Meistens weiche ich dann in kleinere Nebenstraßen aus, wo man doch etwas schneller vorankommt. Dort sieht man dann allerdings andere kuriose Dinge. Zum Beispiel der junge Mann, früher hätte man ihn Popper gennant, mit den goldenen Turnschuhen, Armbändchen aus bunten Perlen und dem obligatorischen Pseudo-Irokesen. Eigentlich nichts besonderes, solche Typen sieht man ja an jeder Bushaltestelle, im Raucherbereich des Pausenhofs der Berufsschule oder im “Club Mallorca” bei der 1-Euro-Party.
Für gewöhnlich hat dieser Archetypus des modernen Poppers ein sportliches T-Shirt an und seit einiger Zeit sieht man ihn ab und an auch im grässlich-rosaroten Polohemd umherwandeln. Letztes Jahr und vielleicht auch  noch dieses Jahr im Frühling hätte er eventuell noch eine Kufiya, also ein so genanntes Pali-Tuch um den Hals geschlungen gehabt. Na gut, alles eine Sache des Geschmacks. Aber was treibt so jemanden, was treibt irgendjemanden dazu, ein olivgrünes T-Shirt mit einer aufgedruckten Kufiya zu tragen? Und wer entwirft denn so einen Mist? Herr Schäuble, ich bitte um eine Stilpolizei!

So war ich dann sehr erleichtert, endlich mein Ziel erreicht zu haben: Den örtlichen China-Laden! Freundliche Menschen aus dem Land des Lächelns würden mich in einer Wolke exotischer Gerüche freundlich bedienen und ich würde noch ein wenig in den Regalen mit den fremdartigen Produkten stöbern. Vielleicht würde ich auch einen Hauch olympischer Vorfreude zu spüren bekommen.

Nix da. Die Verkäuferin sah mich beim Betreten des Ladens nicht einmal an, von einem Gruß ganz zu schweigen. Das Radio tönte ohrenbetäubend laut und ich durfte mich alleine auf die Suche nach Sojasauce, 5-Spice-Powder und Chillies machen. An der Kasse wurde ich wieder keines Blickes gewürdigt, einzig der zu zahlende Preis wurde mir genannt. Was für eine Enttäuschung.

Ich mag Reutlingen nicht.

Hiroshima vor 63 Jahren

Heute vor 63 Jahren warf der US-Atombomber “Enola Gay” um 8.15 Uhr und 17 Sekunden die erste Atombombe in einem Krieg  über der japanischen Stadt Hiroshima ab. Es starben zwischen 90.000 und 200.000 Menschen sofort und insgesamt, durch die Spätfolgen der radioaktiven Strahlung ca. 240.000 Menschen.

Der folgende Film zeigt die Folgen einer atomaren Explosion auf und illustriert dann Allen Ginsbergs Gedicht “Plutonian Ode”. Das Gedicht an sich kann man unter anderem hier lesen.

Direktlink zum Video

Und hier gibt es ein Interview mit dem damals 16-jährigen Augenzeugen Akira Onogi.

Ich hoffe, dass so etwas nie wieder geschieht.

Warum ich Berlin nicht mag

Städte-Bashing ist ja zur Zeit schwer im Trend. Ich glaube, das macht sogar ziemlich Spaß und ist vor allem unterhaltsam. Also genau das, was wir hier in der langweiligen schwäbischen Provinz brauchen. Hier also ein paar Dinge, wegen denen ich Berlin nicht mag.

Bild: World Economic Forum (<a href=

Seltsame Leute. Quasi die selbe Crew, die früher Bonn unerträglich gemacht hat, tut dies heute in Berlin. Die Berliner finden es toll und überreichen ihnen ihre neue Behausung sogar als Geschenk.
Das sie ein paar Jahre später vor der Hütte nicht mehr machen können, was sie wollen, war bestimmt einkalkuliert.

Bild: dr.jazz (<a href=

Seltsamer Humor. Fühünhühünhühnnn. Das war aber lustig. Berlin scheint es zu mögen.

Foto: WordRidden (

Seltsame Getränke. “Bier” mit Waldmeister- oder Himbeerzusatz, getrunken mit Röhrchen aus einer Dessertschüssel. Brr…lin!

Bild: Mesq (<a href=

Seltsamer Hass. Schwaben sind mitunter die nettesten Menschen des Universums. Der ungesellige Berliner kann sie nicht ab.

Bild: muckster (<a href=

Seltsame Bezeichnungen. Alle Welt nennt einen Berliner einen Berliner, nur Berliner nennen sie Pfannkuchen.

Seltsames Volk.

Heiliger Weizensaft, Benedikt!

“Anlässlich der Pastoralreise 2006 unseres Papstes, seiner Heiligkeit Benedikt XVI, nach Regensburg, Deutschland.”

Dieses Glas habe ich heute meinem örtlichen Getränkedealer abgeschwatzt. Ich frage mich, ob Benedikt XVI wohl irgendwann aus einem Glas meiner Heilligkeit Ecki I trinken wird. Fnord.

Tübinger Webmontag

Das Tübinger “Webmontägle” beziehungweise der “Tübinger Webmontag” ist ein Treffen von Bloggern aus der Region Tübingen, Reutlingen und der Schwäbische Alb. Wir treffen uns um uns in netter Runde über Themen wie Web 2.0, Social Networks, regionale Besonderheiten oder den neuesten Scheiß Trend in der Blogosphäre auszutauschen. Oder um einfach nur zu reden und Spaß zu haben. Die Themen liegen ganz bei den Teilnehmern.

Erstmals fand der Tübinger Webmontag letztes Jahr am 11. September 2007 statt und zwar an einem Dienstag. Aber Uli und Ecki, die Initiatoren des ersten Webmontags, erkannten schnell, das Dienstag der neue Montag ist.

Jetzt ist es bald wieder soweit, am Montag, den 1. September um 18 Uhr steht der nächste Webmontag an. Eingeladen sind alle Blogger aus der Gegend, aber auch Blogger, die weite Wege nicht scheuen (wie Anna).
Wir planen bisher, einen Stocherkahn zu mieten und uns gemütlich auf dem Neckar herumstochern zu lassen. Dazu gibt es es eine Kleinigkeit zu Essen und Getränke. Danach ist ein gemütlicher Umtrunk in der “Wurstküche” angedacht.

Wer also Interesse hat ist herzlich eingeladen, am 2ten Webmontag in Tübingen teilzunehmen. Allerdings wäre eine kurze Anmeldung per Kommentar ganz nett.

Teilnehmer bisher sind:

Out on the Weekend

Der großartige Neil Young 1971 spielt 1971 den Song “Out on the Weekend” in einem BBC4-Konzert. Der Rest des Albums “Harvest” ist ähnlich genial.

Direkt-Young