Mir ist es eigentlich ziemlich egal, ob der neue Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika nun McCain oder Obama heißen wird und ich verstehe auch das Theater nicht, das seit etwa einem Jahr um diese Wahl gemacht wird. Für uns Europäer wird sich den Prognosen zufolge eh nicht all zu viel ändern, egal wer der beiden es nun wird.
Ich wünschte mir nur, dass sich unsere Medien nicht so sehr auf dieses Thema versteifen würden. Ich wünsche mir mehr Informationen über die Arbeit des EU-Parlaments, der EU-Kommission und der Ministerräte. Ich will wissen, was und warum von wem bei uns beschlossen wird und habe nur ein zweitrangiges Interesse an Leuten wie Nancy Pelosi oder Samuel Joseph Wurzelbacher.
Klar, das Geschehen in den USA ist wichtig, auch für uns. Aber noch wichtiger für uns sind die Beschlüsse der EU und wie sie zustande kommen. Darüber wird leider viel zu selten berichtet. Ich könnte aus dem Stehgreif vielleicht drei oder vier EU-Kommissare benennen, wüsste aber nicht mal den genauen Namen des Ressorts, dem sie vorstehen. Deshalb, liebe deutsche Medien, berichtet doch in Zukunft bitte etwas weniger euphorisiert von der US-Wahl und dafür mehr aus den europäischen Gremien.
Spätestens 6 Monate nach der morgigen Wahl, wenn der nächste US-Präsident durch ein Gericht bestätigt wurde.

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