“Wir können alles – Außer kritisch mit unserer Vergangenheit umgehen. Und Hochdeutsch”
Erst macht der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger einen Nazi-Marinerichter zum Widerstandskämpfer:
“Hans Filbinger war kein Nationalsozialist. Im Gegenteil: Er war ein Gegner des NS-Regimes.”
Dann beschwört er die erneuernden Kräfte eines Krieges herauf:
“In einer Wohlstandsgesellschaft gibt es weniger Dynamik als in den Aufbaujahren nach dem Krieg. Wir sind in der unglaublich schönen Lage, nur von Freunden umgeben zu sein. Das Blöde ist: es kommt kein Krieg mehr.”
Aus einer Rede vor seiner Studentenverbindung “Landsmannschaft Ulmia Tübingen” Quelle
Und nun gibt Oettingers CDU-Landesverband ein Gesangsbüchlein namens Lied.Gut heraus, in dem ein Wehrmachtslied vertreten ist. “Volkslieder und Schlager für fröhliche Stunden“…
Ob’s stürmt oder schneit,
Ob die Sonne uns lacht,
Der Tag glühend heiß,
Oder eiskalt die Nacht.
Verstaubt sind die Gesichter,
Doch froh ist unser Sinn,
Ja unser Sinn;
Es braust unser Panzer
Im Sturmwind dahin!Quelle (und der scheinbar nicht im Buch Lied.Gut gedruckte Rest)
So langsam verstehe ich, warum wir Schwaben so unbeliebt sind. Wäre es nicht langsam Zeit für diesen “konservativen” Ministerpräsidenten, abzudanken? Wollen wir den Oettinger wirklich noch länger als Ministerpräsidenten? Ich zumindest nicht.
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3. April 2009 um 22:19 Uhr
Mist, vor lauter Militär und anderer Autorität schreibe ich tatsächlich über’s abdanken anstatt über das zurücktreten. Mindfuck at it’s best.
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