You say “How high?” Absprungschanzen an der Hauptschule Metzingen.
Archive for the ‘Gedanken’ Category
Bundeshäuptling
06.05
Och je, das der Horst Köhler zurück getreten ist, finde ich irgendwie schade. Sein Leibgericht war nämlich auch meines. Und das ist mehr als alles was ich mit den vorigen Bundespräsidenten gemein hatte. Gut, Köhlers Familie kam aus dem Osten, das kam die meine auch, aber zwischen Bessarabien und Tschechien liegt halt doch ein kleiner Unterschied, wie etwa zwischen Köhler und Polesny.
Na egal, jetzt soll ja der Wulff ran und von Vetretern der Volksvetreter zum gewählten Oberhaupt gemacht werden. Wir, das Volk, dürfen mal wieder nichts dazu sagen. Obwohl, sagen können wir ja schon etwas, nur wird uns nicht zugehört. Das ist wirklich schade, denn ich hätte den Vorschlag für den ultimativen Bundespräsidenten. Ein Kandidat, den jeder mag und kennt, der beste Beziehungen zu Frankreich hat und überhaupt ein edler Wilder ist.
Natürlich rede ich von Pierre Brice!
Allerdings nicht als Person, sondern als Schauspieler, der den Winnetou verkörpert. Überlegt euch mal: Winnetou, den Häuptling der Apachen als Bundespräsident zu haben hiesse, dass wir auch alle Apachen wären. Cool, oder?
Wenn unser hinterhältiger Oberschamane wieder einmal die Geschicke des Volkes der Deutsch-Apachen korrumpieren wollte: Tomahawk! Oder wenn fiese weiße Bankster unsere sauer verdiente Lebensgrundlage durch Spekulationen mit Glasperlen aus der Bahn werfen wollten: Silberbüchse!
Ich finde, es muss ein Schuss aus der Silberbüchse durch unser Land gehen. Hugh!
Du merkst…
05.24
… dass du auf der rauhen Schwäbischen Alb angekommen bist, wenn du Verkehrszeichen siehst, die eigentlich seit letztem Jahr abgeschafft sind.
Na gut, es gilt eine Übergangsfrist von 10 Jahren, bis die Schilder von den Gemeinden endgültig entfernt werden müssen.
Eigentlich könnte man ja die ausgemusterten Schilder sammeln und dann, einer neuen Bedeutung zugeführt, wieder aufstellen. Zum Beispiel neben den Ortseingangsschildern von Dörfern oder Städten, in deren Gemeinderat die NPD, eine der PRO-Initiativen oder ähnliche Gruppierungen vertreten sind. Rindvieh galore!
Oder aber um die Bannmeile (warum eigentlich Meile? Hallo, metrisches System!) rund um den Berliner Bundestag. Da müsste man die Bedeutung allerdings abermals anpassen: Achtung Stimmvieh, hier habt ihr nichts zu melden!
Weckle
04.30
Weckle nennt man im Schwäbischen das, was im Hochdeutschen als Brötchen bekannt ist. Ein Laugenweckle ist für mich, mit Nuss-Nougat-Creme bestrichen, ein leckeres Frühstück. Zum Vesper (Abendbrot) esse ich allerdings auch ganz gern mal zwei Weckle. Nur wenn ich das Weckle per Auftrich oder Auflage definiere, wird es zum Wecka. “Zwoi Leberkäs-Wecka, bitte.” würde ich zu meinem Metzger hier in Metzingen sagen. Ich habe keine Ahnung, ob das schwäbisch, grammatikalisch oder sonst wie richtig ist, aber so schwätz I halt.
Jetzt wurde einem aus Kamerun stammenden Arbeiter gekündigt, weil er anscheinend zwei Weckle aus der Kantine bei der Metzinger Firma Hugo Boss gestohlen haben soll. Dort war er als Spülkraft tätig, vermittelt durch die Stuttgarter Firma Wisag Gebäudereinigung Baden-Württemberg GmbH. Er selbst sagte laut “Schwäbisches Tagblatt” vor Gericht aus, dass es sich nicht um Brötchen gehandelt habe, die er während der Arbeit verzehrt habe, sondern um selbst mitgebrachte Muffins.
Und wieder einmal stellt sich mir die Frage der Verhältnismässigkeit. Selbst wenn er die zwei Brötchen unerlaubt gegessen hätte, ist das wirklich ein Kündigungsgrund? Wäre ich der Kantinenchef, würde ich mich fragen, ob der Angeschuldigte eventuell zu wenig verdient, um sich ein Vesper zu kaufen.
Jetzt droht dem Arbeiter nämlich die Abschiebung, da eine Duldung nur durch ein Beschäftigungsverhältnis gewährleistet ist.
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