Eigentlich bin ich nicht so sehr ein Freund der FDP. Aber wenn jemand recht hat, hat er nun mal Recht.
“Ob jemand in der Gewerkschaft ist oder nicht, ob jemand eine Frau liebt oder einen Mann - das geht den Staat nichts an. Und das darf der Staat erst recht nicht an andere Staaten übermitteln. Die Mitgliederverzeichnisse der Gewerkschaften sind für Wolfgang Schäuble tabu - und das Gleiche gilt für George Bush.”
FDP-Innenexpertin Gisela Piltz zu den Plänen des Bundeskabinett, bei Flügen in die USA persönliche Daten wie sexuelle Orientierung und Gewerkschaftszugehörigkeit an die dortigen Behörden zu schicken.
Wie diese Daten überhaupt erst gesammelt werden sollen, geht aus dem Bericht auf golem.de leider nicht hervor. (Bei-)Schläfer des BKA?
In München hat am Montag ein 70-jähriger Mann ein 13-jähriges Mädchen gegen eine gerade einfahrende U-Bahn geschubst. Das Mädchen hatte Glück im Unglück und erlitt dabei und durch den Rückprall auf den Bahnsteig zum Glück nur einen Bluterguss an der Stirn sowie Schürfwunden an den Händen. Wäre das Mädchen zwischen einen der Waggons gefallen, hätte weitaus schlimmeres passieren können.
An sich eine Nachricht, die ich als nicht sonderlich spektakulär empfinde. Gewalt passiert jeden Tag, überall auf der Welt, kaltblütiger ausgeführt und mit weitaus schlimmeren Folgen für die Betroffenen. Was diese Nachricht dennoch wichtig für mich macht, ist der ausbleibende Aufschrei in den Medien und von Seiten der Politik, der vor Betroffenheit nur so trieft.
Bei ähnlichen Zwischenfällen in der letzten Zeit wurde von den Massenmedien gleich nach “Höchststrafe!” “Ausweisen!” oder Schlimmeren gerufen. Auch die Politik sprang dankbar auf diese Masche an und schlachtete sie wahlkampftauglich aus. Allerdings war der Täter in diesen Fällen ja zumeist auch ein junger Mann mit Migrationshintergrund, kein Münchner Rentner.
Eigentlich müssten Bild, Spiegel Online und Konsorten jetzt heißer Dinge wie “Ab in die Gerontopsychiatrie!” fordern, während die ganze Riege berufsbetroffener Politiker wie Roland Koch oder Wolfgang Schäuble von Talkshow zu Talkshow tingeln um zu erörtern, das Multi-Kulti die Integration von alten Menschen in unsere Gesellschaft gescheitert ist und deshalb unbedingt mehr Kameras auf öffentlichen Plätzen installiert werden müssen.
Zum Glück scheint dieses Spektakel dieses Mal aus zubleiben. Ob man da Angst vor einer Abstrafung aus der eigenen Zielgruppe/Wählerschaft hat? Ich glaube es fast.
Was wurde nicht alles schon von den selbsternannten Bewahrern unserer Gesellschaft als Vernichter der Zivilisation gegeißelt. Rockmusik führe zu Rowdytum, Heavy Metal zum Satanskult, Horror- und Actionfilme lassen Jugendliche scheinbar abstumpfen und verrohen. Besonders aktuell ist derzeit die Debatte, ob sogenannte “Killerspiele” Jugendliche aggressiv werden lassen und ihre Hemmungen, andere Menschen körperlich zu verletzen, abbauen könnte.
Jedenfalls wurden im Laufe der Jahrhunderte jede Menge abstruser Zusammenhänge hergestellt, für die es nie einen wissenschaftlichen Beweis gab, die allgemein hin aber trotzdem als gültig zählen. Opfer dieser Stammtischweisheiten sind dabei meist die Jugendlichen, deren Lieblingsfreizeitbeschäftigung von der älteren Generation schlicht nicht verstanden wird. Und wenn man etwas nicht kennt und versteht, ist es in den Augen vieler schlecht wenn nicht gar gefährlich. Ähnlich funktioniert meiner Meinung nach auch Fremdenfeindlichkeit oder Homophobie.
Ein 58-jähriger Pfullinger hat am Freitagmorgen, gegen 07.00 Uhr, vor einem Supermarkt in der Max-Eyth-Straße einen 68-jährigen Reutlinger mit einer Peitsche verletzt.
Beide Männer warteten vor der Eingangstür des Supermarkts bis geöffnet wird. Weil es dem Pfullinger offensichtlich zu lange dauerte, schlug er mit der Faust mehrmals gegen die Tür, weshalb ihn der Reutlinger zur Rede stellte. Der Beschuldigte nahm darauf eine Lederpeitsche, die er um den Hals hängen hatte und schlug damit mehrfach auf sein Opfer ein. Als sich der 68-Jährige zur Wehr setzte, entstand eine wilde Rauferei, bei der beide Kontrahenten zu Boden fielen. Dabei brach sich der 68-Jährige den rechten Daumen. Außerdem trug er durch die Peitschenhiebe Verletzungen im Gesicht, am Körper und an den Armen davon. Er wurde vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht und dort ambulant behandelt.
Soweit, so skurril. Was mich allerdings (augenzwinkernd) wundert, ist die fehlende Frage nach einem Zusammenhang zum aktuellen Holywoodfilm “Indiana Jones” IV. Wären Täter und Opfer Jugendliche gewesen, würde diese Frage sicher längst im Raum stehen. So aber ist es eben nur ein schrulliger Alter, der eben zufällig eine Peitsche um den Hals hängen hatte.
Seit etwa vier Tagen fährt rast nun schon jeden Nachmittag zwischen 16.30 Uhr und 17 Uhr ein Polizeiwagen mit Blaulicht und Sirene die nahe gelegene Bundesstraße entlang. Immer in die gleiche Richtung.
Sind die Verbrecher nun pünktlich geworden? Oder gibt es in Nürtingen um die Zeit eine Pizza-Happy-Hour?
Die zweiwöchentlich erscheinende Zeitschrift “Der Schweizerische Beobachter” hat in ihrer aktuellen Ausgabe ein interessantes Interview mit dem Ethnologen und Psychoanalytiker Mario Erdheim. In diesem Interview erläutert Erdheim, dass der um sich greifende Sauberkeitswahn, ähnlich dem abstrusen Sicherheitswahn seit dem 11. September 2001, eine Art Problemverschiebung sei.
Der Sauberkeitswahn lenkt die Aufmerksamkeit auf etwas Machbares. Das beruhigt und gibt einem die Sicherheit zurück. Saubere Strassen, saubere Städte - das ist machbar für uns. Hingegen gerechtere und sicherere Verhältnisse schaffen - das ist sehr viel schwieriger.
In Zeiten, in denen der einzelne Bürger mehr und mehr vom Abbau des sozialen Sicherungssystems bedroht ist und alles anscheinend den Gesetzen des Marktes gehorchen muss, sei es zum Ablenken von den realen Problemen nötig und leichter, einen letzten gemeinsam Nenner für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft zu suchen. Da man gegen die Eliten bzw. die eigentlichen Probleme unserer Zeit nicht ankommt, trifft diese Verschiebung eben Grafitti-Sprayer, Kippenwegschnipser oder ähnliche, zumeist jugendliche Gesellschaftsgruppen.
Heute heißt Sicherheit: Nulltoleranz, mehr Polizei. Sicherheit könnte aber auch bedeuten, Verhältnisse zu schaffen, in denen die Leute gar nicht auf die Idee kommen, jemanden zu überfallen.
Zwar ist dieses Interview in gewisser Weise etwas spezifisch schweizerisches, man kann die inhaltlichen Aussagen aber auch sehr gut auf deutsche Verhältnisse übertragen. Unbedingt lesen.
Pinkelverbote, Wegweisungen (Platzverweise, Anm. d. Vf.), Alkoholverbote. Das kann doch nicht Sinn und Aufgabe eines Staates in unserer Zeit sein.
Ich glaube, ich weiß warum die Deutschen immer dicker werden. Erinnert ihr euch noch an die öffentlichen Waagen, auf denen man sich für 10 Pfennige wiegen konnte? Die standen früher in jedem Bahnhof und an vielen anderen Orten wie Freibädern oder Supermärkten. Irgendjemand hat die abmontiert, damit sich keiner mehr in aller Öffentlichkeit schämen muss.
In geheimer Verschwörungtheoretiker - Tradition frage ich hinter vorgehaltener Hand: Cui bono?
So manche Metzinger Oma wird sich wohl bei dieser Nachricht die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen haben. Letztlich ist es aber nur Teil einer unguten Entwicklung, die auch hier so langsam ankommt.
Zwischen einem 14-Jährigen und dem späteren Opfer kam es am Abend des 19.04.08 auf einem Spielplatz in Metzingen zu einem Wortwechsel, weil sich der 14-Jährige wohl daran störte, dass der 17-Jährigen ihn anschaute. Im anschließenden Gerangel schlug der 14-Jährige dem Anderen mit der Faust ins Gesicht und forderte danach über Handy bei mehreren Kumpels, die sich in der Nähe aufhielten, Verstärkung an. Er und weitere sieben Freunde trafen sich danach bei dem Spielplatz. Nach kurzer Absprache mit seinen Freunden ging der 14-Jährige wieder auf sein Opfer los. Er trat den 17-Jährigen aus vollem Lauf mit dem Fuß ins Gesicht, so dass dieser zu Boden ging. Anschließend schlugen und traten der Angreifer und seine Freunde gemeinsam auf den am Boden liegenden jungen Mann ein.
Erst als jemand rief, dass die Polizei kommt, ließen die Jugendlichen von dem 17-Jährigen ab. Zuvor wurden ihm und den anwesenden Zeugen aber noch für den Fall, dass sie eine Anzeige machen, weitere Schläge angedroht.
Der 17-Jährige trug am gesamten Körper und insbesondere am Kopf schwere Prellungen davon und musste ärztlich behandelt werden.
Jello Biafra, ehemaliger Leadsinger von den Dead Kennedys, erklärt California uber Alles, den Namen der Band (a slap in the face of the Kennedy family) und vieles mehr. Ach ja, nebenher isst er einen Burger. Mit Käse, glaube ich.
Ende letztes Jahr hab ich meinen vermeintlichen grünen Daumen entdeckt, beim Kauf eines Töpfchen Rosmarins für den Balkon beziehungsweise die Küche (Mjamm, Rosmarinkartoffeln). Bevor ich mich um diesen Topf gekümmert habe, ist mir eigentlich alles eingegangen. Aloe Vera, die bei anderen geradezu wuchert, lässt bei mir in kurzer Zeit den Kopf hängen. Bambusgras-Sträucher lassen sich lieber von Pandabären verspeisen als auch nur zwei Wochen auf meinem Fensterbrett zu wachsen. Selbst Kakteen vertrocknen bei mir nach kurzer Zeit. Naja.
Nicht so jener Rosmarin, der mir scheinbar überhaupt nicht böse ist, wenn ich das Gießen einmal für ein, zwei Tage vergesse. Sogar über den Winter hab ich ihn gebracht und nun entwickelt er sich großartig. Das ließ vor einiger Zeit den Entschluss in mir reifen, dass da doch noch mehr geht. Und so kam zu meinem Minigarten auf dem Balkon noch ein Töpfchen Oregano dazu, das ebenfalls sprießt und gedeiht.
Ein Problem habe ich aber trotzdem noch. Ich traue mich nämlich nicht, etwas von den Sträuchern für die Küche abzuzwacken. Die Angst, dass meine grünen Schützlingen mir das übel nehmen und doch noch eingehen, ist einfach zu groß. Ab und zu traue ich mich, ein paar Nadeln Rosmarin abzustreifen, das war es aber auch schon. Im Internet gibt es dazu leider auch keine genauen Anweisungen. Eine Seite rät dies, die andere jenes und ich verzweifel schon beinahe, weil ich endlich frischen Oregano auf meiner Pizza haben will!
Gibt es unter meinen geschätzten Lesern jemand, der mir den einen oder anderen Tipp geben kann? Sonst traue ich mich wahrscheinlich nicht an himmlisch duftendes Basilikum und herrlichen Salbei oder würzigen Thymian. Ach wäre das Schade.
Meine Güte. Ich sympathisiere ja mit Menschen, die unsere Welt frei von gentechnisch manipulierten Pflanzen, Tieren und Menschen halten wollen. Ich beführworte sogenannte “Feldbefreiungen” und würde vielleicht sogar selbst daran teilnehmen, wenn sie in meiner Umgebung notwendig wären.
Wo in Europa wird wohl das europäische Guantanamo sein? Französisch-Guayana böte sich an, von dort aus sind auch früher kaum Häftlinge zurückgekehrt. Und “Die Legion” ist als Grenztruppe bereits im Einsatz.
"X-Mas Bambi" vor Fertigstellung des neuen Films getötet!
Disneys Anwaltslegion bereitet nach Insiderangeben bereits Schadensersatzklage in Höhe von X-Trillionen Dollar gegen die Bundesregierung vor, schließlich ist das kleine Star-Kitz auf einer deutschen Straße verendet. Die tierbefreienden Piraterieterroristen, ein Zusammenschluß der ALF und des CCC hätten das Kitz aus Angst vor der GVU und X-Mas Bambis Mutter in der Nähe von Disneys Filmversuchslabor geleakt freigelassen, von wo aus es geblendet vom Weiß des eigenen Fells orientierungslos vor das Auto des 49-jährigen Fahrers lief.
Kanzlerin Merkel zeigte sich betroffen und versprach rasche Hilfe für die hinterbliebenen Angehörigen der Disney-Company.
Endlich gefunden
Endlich wurde ein Datenschutzbeauftragter des BKA, dessen Existenz von wirren Verschwörungstheoretikern bezweifelt wurde, gefunden. Es war allerdings eine kleine kleine Überraschung für die Zoologen in Pristina, gleich drei davon zu finden.
Den Exemplaren gehe es gut, spätestens ab Januar 2009 würden sie zu ihren Artgenossen in den Zoo Pullach überstellt.
Finster
Wenn mittags um drei Uhr die Straßenbeleuchtung angeht weil es so dunkel ist, dann ist es bald Winter. Zum Glück hatte ich schon letzte Woche Kehrwoche, denn dieses Wochenende muss bestimmt Schnee geschippt werden.
Und jetzt brauch ich nen Kakao um meine Stimmung etwas aufzuhellen.
Gesagt