Archive for the ‘Internet’ Category

Das Letz Niest!


2010
02.11

Am Samstag, den 13. Februar gibt es in Tübingen was auf die Ohren. Lokale Netizens lesen aus ihren Blogs, zeigen ihre Bilder und machen eine überhaupt superdolle Web-Live-Show!

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Also, schaltet den Com-Puh-Ter aus und kommt nach Tübingen in den Club Voltaire.

Haaggasse 26b, 72070 Tübingen

RIP Artikel 5 des Grundgesetzes


2009
06.18

Der Bundestag hat heute das Zugangserschwernisgesetz, besser bekannt als Internetzensurgesetz verabschiedet. Von 535 Abgeordeten, die abgestimmt haben, haben 389 dafür und 128 dagegen gestimmt. 18 Abgeordnete haben sich enthalten.

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Bild via Mail von Uli, der es vom AK Zensur hat. In größer Ausführung für Flyer und Schilder findest du es hier.

E-Petition gegen Zensurpläne der Bundesregierung


2009
05.06

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Eigentlich sollte es jeder mitbekommen haben: Die Bundesregierung plant, das Internet in Deutschland zu filtern und damit zu zensieren. Vorgeschoben werden dabei missbrauchte Kinder, deren Leid nicht durch Veröffentlichung ihres Missbrauchs im Internet vergrößert werden soll. Es geht also um Kinderpornographie, die es zu verhindern, äh, zu bestrafen, uhm zu verstecken gilt. Ja genau. Verstecken, nicht löschen.

Ein riesiges rotes Stopp-Schild soll den Nutzer darauf aufmerksam machen, dass es hier nicht weitergeht, weil Kinderpornographie dahinter lauert. Das Stoppschild aufstellen soll das Bundeskriminalamt. Wo das Stoppschild stehen wird, sagt auch das Bundeskriminalamt. Und wer das Stopp-Schild sieht, kann Ärger mit dem Bundeskriminalamt bekommen. Dabei kontrolliert nur das Bundeskriminalamt, ob die gesetzten Stopp-Schilder überhaupt richtig stehen. Und wer jetzt nur noch Bundeskriminalamt versteht: Ja, das BKA ist damit Ankläger und Richter zugleich.

Einmal davon abgesehen, das Robert T. Normalsurfer dadurch Angst bekommen dürfte, auf ihm bisher unbekannte Links zu klicken (es könnte ja KiPo dahinter lauern), wird auch ein Instrumentarium der Zensur aufgebaut. Bereits jetzt steht die Unterhaltungsindustrie in den Startlöchern und betont, dass diese Sperren auch ihre Interessen schützen würden. Lotterie- und Glücksspielanbieter aus dem Ausland könnte man doch auch sperren. Und bombenbaulinksmuslimischrechtradikaleatheistische Seiten sowieso. Wenn man eh schon mal sperrt.

Aus diesem Grund habe ich die E-Petition Internet – Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten unterzeichnet. Der Wortlaut ist folgender:

Text der Petition

Wir fordern, daß der Deutsche Bundestag die Änderung des Telemediengesetzes nach dem Gesetzentwurf des Bundeskabinetts vom 22.4.09 ablehnt. Wir halten das geplante Vorgehen, Internetseiten vom BKA indizieren & von den Providern sperren zu lassen, für undurchsichtig & unkontrollierbar, da die “Sperrlisten” weder einsehbar sind noch genau festgelegt ist, nach welchen Kriterien Webseiten auf die Liste gesetzt werden. Wir sehen darin eine Gefährdung des Grundrechtes auf Informationsfreiheit.

Begründung

Das vornehmliche Ziel – Kinder zu schützen und sowohl ihren Mißbrauch, als auch die Verbreitung von Kinderpornografie, zu verhindern stellen wir dabei absolut nicht in Frage – im Gegenteil, es ist in unser aller Interesse. Dass die im Vorhaben vorgesehenen Maßnahmen dafür denkbar ungeeignet sind, wurde an vielen Stellen offengelegt und von Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen mehrfach bestätigt. Eine Sperrung von Internetseiten hat so gut wie keinen nachweisbaren Einfluß auf die körperliche und seelische Unversehrtheit mißbrauchter Kinder.

Bis jetzt haben etwa 39000 Petenten (Petitoren?) aus Deutschland unterzeichnet, und es werden täglich mehr. Unterzeichne auch Du! Der Server ist etwas langsam, aber die Freiheit des Internets sollte es dir wert sein.

Weitere Infos:

Bildquelle: flippy08 auf gulli.com

Neu in der Blogroll: Wer ist dir lieber?


2009
04.30

Wer ist dir lieber? Das A-Team oder McGyver, Bill Gates oder Steve Jobs, Schweinegrippe oder Vogelgrippe? Das neue “Blog für Entscheidungsfreudige” stellt dir genau diese Fragen. Um dir die Entscheidung zu erleichtern, werden die jeweiligen Kontrahenten kurz und humorvoll in Stichworten und genialen Bildern vorgestellt.

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Im sogenannten Backstage-Bereich gibt es dann noch Annekdoten, Videos und Fakten über die Kontrahenten zu sehen. Außerdem können Leser Vorschläge für die nächsten WIDL-Paare machen.

Sehr amüsant und kurzweillig, unbedingt mal anschauen!

Wikileaks.de Update


2009
04.14

Es tut sich etwas im Fall Wikileaks.de. Der ehemalige Provider der Domain und die DENIC nehmen Stellung zu den Zensurvorwürfen und bestreiten, dass diese zutreffen. Dem Domaininhaber sei bereits im Dezember von Seiten des Providers gekündigt worden, mit Fristsetzung bis Ende März. Da der Domaininhaber nicht reagierte, wurde sie vom Provider in den Transit-Status gesetzt.

Weiteres dazu, unter anderem auch ein Link zur Stellungnahme von Wikileaks (die sich doch ein wenig anders liest), gibt es bei fefe.

Der Kaffee wird schon bitter…


2009
04.11

Vor zwei Wochen habe ich über das Thema Internet-Zensur in Deutschland noch ein wenig herum geblödelt, jetzt wird es ernst. Die DENIC hat gestern anscheinend die Domain wikileaks.de gesperrt bzw. in den Transit-Status gestellt.

Wikileaks ist ein Ende 2006 anonym ins Leben gerufenes Projekt, das nach dem Wiki-Prinzip aufgebaut ist und unzensierbar „für die massenweise und nicht auf den Absender zurückzuführende Veröffentlichung von geheimen Informationen und Analysen” dienen soll. Primäre Ziele sind durch Unterdrückung geprägte Regimes in Asien, den Ländern der ehemaligen Sowjetunion, Schwarzafrika und dem Nahen Osten. Wikileaks will jedoch auch all denen zur Seite stehen, „die unethisches Verhalten in ihren eigenen Regierungen und Unternehmen enthüllen wollen.”

Quelle

Hintergrund (oder vorgeschobener Grund) der Sperrung dürften die dort veröffentlichten australischen Filterlisten sein. Diese wurden von Wikileaks publik gemacht um aufzuzeigen, dass eben doch nicht nur kinderpornografische Inhalte gesperrt werden sollen, sondern eben auch politische Seiten, Seiten mit Filesharing-Links und obskurer Weise sogar die Website eines australischen Zahnarztes. Um den Zugriff auf diese Filterlisten zu  unterbinden, wurde vor kurzem sogar die Wohnung des Inhabers der wikileaks.de-Domain durchsucht.

Damit ist Deutschland neben China das einzige Land, die eine Wikileaks-Domain zensieren. Unterstützen kann man Wikileaks hier.

Weitere Infos: