Feb 10 2010

I’m new here

“The revolution will not be televised” ist wohl das bekannteste Stück von Gil Scott-Heron. Allerdings ist sein aktuelles Album “I’m new here” wohl das ungewöhnlichste.

Gil Scott-Heron war für mich bisher nur Jazz und Soul. Interessant zwar, aber musikalisch nicht so interessant, dass ich Songs von ihm regelmässig gehört hätte. Mit “I’m new here” wurde das ein wenig anders. Spoken Word, zeitgemässe Beats und eine derbe, erfahrene Stimme, die einem nichts vormacht. Herrlich.

Wenn er jetzt noch ein Album mit Saul Williams zusammen veröffentlicht, bin ich glücklich.


Nov 12 2009

Therapy? in der Röhre

Letzten Sonntag war ich auf dem Therapy? Konzert in der Röhre. Nette 17,50 € Eintritt, das ist nicht abgehoben, obwohl die Band in den 90ern und auch Anfang dieses Jahrhunderts durchaus erfolgreich war. Den großen Durchbruch wollten sie glaube ich auch nie, Therapy? ging und geht es um ihre Musik und Texte.

Die beiden Vorbands, “Ampersand” und “Ricky Warwick” waren eher unspektakulär. Ampersand habe ich nach zwei Titeln, die mich beide schwach an Tina Turners “Nutbush City Limits” erinnerten, den Laufpass gegeben und mich mit den anderen vor die Tür zum Rauchen begeben (Rauchverbote bei Konzerten! Püff!).
Ricky Warwick hat mich kurz aufhorchen lassen, immerhin stand er ganz alleine mit seiner Gitarre auf der Bühne und seine Accoustic-Version von Motörheads “Ace of Spades” war ganz gut. Heute hab ich mal nach ihm gegoogled (schreibt man das nun mit t oder d?) und gelesen, dass er mal Gitarrist bei New Model Army war. Daher kannte ich also das Gesicht.

Dann also Therapy?! Hammer! Als erstes hat mich überrascht, wie klein der Bassist und der Sänger/Gitarrist doch sind. Ob das an der Mangelernährung in den letzten Jahrhunderten und der Kontinuität im Genpool der Iren, die ja doch abseits von allem außer GB liegen liegt? ;)
Egal, ich schweife ab. Jedenfalls haben sie ihre Songs enorm gut rübergebracht, man hat sehen können, wie ihnen ihre technischen Spielereien gefallen haben. Und wieder einmal musste ich an eine alte Freundin denken, die damals, als wir alle irgendwie ein Instrument lernten, gesagt hat, dass es keine Basssolos gibt. Der Therabassist hat das jedenfalls gründlich widerlegt. Hätte ich ihn nur früher gekannt!

Gespielt haben sie Songs quer Beet durch all ihre Alben. Besonders gut gefallen hat mir “Die Like a Motherfucker” (gewidmet allen Rassisten), die enorm rockige Version von “Diane” und “Clowns Gallore”, das der Sänger Gordon Brown gewidmet hat.

Alles in Allem ein genialer Abend mit Therapy? in der Röhre und eines der besten Konzerte, das ich je besucht habe.

Und da ich keine Kamera dabei hatte, gibt es hier das aktuelle Video zum Titelsong des Albums “Crooked Timber”. Der Titel ist frei nach Immanuel Kants These “Out of the crooked timber of humanity, no straight thing was ever made.” interpretiert.

Therapy?—Crooked Timber from Therapy? on Vimeo.

Amazon-Partnerlink zum Albenkauf: Therapy? – Crooked Timber

Update: Auf Setlist.fm gibt es jetzt auch eine – wer ahnt es? – Setlist des Konzerts.

Therapy? Setlist Die Röhre, Stuttgart, Germany, Crooked Tour 2009

Jul 22 2009

The World/Inferno Friendship Society – Only Anarchists are pretty

Die englische Wikipedia bezeichnet sie als “cabarett punk band”, ich mag einfach nur das Lied und die Show.

Direkt zu den schönen Anarchisten

via FAU Aachen


Jul 11 2009

Früchtebrand aus Bruderland

Rummelsnuff nennt sich die Kunstfigur, die Roger Baptist darstellt. Er wirkt auf mich wie eine Mischung aus einem kräftig gebauten Popey, der bestimmt keinen Spinat mehr braucht und einer Persiflage von Laibach. Seine Musik nennt er “Derbe Strommusik” oder “Elektro-Gassenhauer”. Ich finde sie einfach nur genial martial. Und genau das brauch man(n) man(n?)chmal. Derbes, aber genußvolles Brennen, wie nach einem Schluck Sliwowitz eben.

Direkt-Sliwowitz

Rummelsnuff-Website: http://www.rummelsnuff.com/

Das Album auf Amazon.de kaufen: Rummelsnuff – Halt Durch!


Jun 30 2009

ÖPNV

Art Brut mit “The Passenger”. Eine der coolsten Bands zur Zeit und Dauergast auf meinem MP3-Player. Wobei mir das Lied als bekennender Führerscheinverweigerer besonders gut gefällt.

Direkt-Öffentlicher-Personen-Nahverkehr


Jun 24 2009

No Guitars!

Das war das Motto der Inchtabokatables, einer meiner liebsten Bands (Inschta-was? war die häufigste Frage nach der Frage, was da überhaupt gerade läuft). Leider haben sie sich 2002 ausgeklinkt und machen 11 Jahre Pause nach 11 Jahren Bühnenpräsenz.
Ihre Musik höre ich allerdings noch immer recht gerne und der Song “Keep in mind” ist einfach mitreißend, fordernd und aktuell.

Direkt-Reminder