Vorhin beim kurzen Spaziergang zum Metzger, es ist schon fast dunkel. Drei Stöpsel kommen mir entgegen, 8-10 Jahre, älter waren sie nicht. Der eine wirft sich vor mir und neben einem Stromverteilerkasten ins Herbstlaub, lehnt sich mit dem Rücken an den Kasten und kreuzt die Finger. Bis auf den Daumen und den Zeigefinger.
Leise ruft er nach seinen kleinen Kumpeln, die daraufhin in geduckter Haltung zu ihm eilen, um je eine Seite des Kastens mit pistolenhaften Kinderhänden zu decken. “Clear!”
Ich kann mir ein Lächeln nicht verkneifen und frage leise “Wo sind denn die Räuber?”
“Die Terrorischda sind dort drüba!” war ihre Antwort.
Letzten Sonntag war ich auf dem Therapy? Konzert in der Röhre. Nette 17,50 € Eintritt, das ist nicht abgehoben, obwohl die Band in den 90ern und auch Anfang dieses Jahrhunderts durchaus erfolgreich war. Den großen Durchbruch wollten sie glaube ich auch nie, Therapy? ging und geht es um ihre Musik und Texte.
Die beiden Vorbands, “Ampersand” und “Ricky Warwick” waren eher unspektakulär. Ampersand habe ich nach zwei Titeln, die mich beide schwach an Tina Turners “Nutbush City Limits” erinnerten, den Laufpass gegeben und mich mit den anderen vor die Tür zum Rauchen begeben (Rauchverbote bei Konzerten! Püff!).
Ricky Warwick hat mich kurz aufhorchen lassen, immerhin stand er ganz alleine mit seiner Gitarre auf der Bühne und seine Accoustic-Version von Motörheads “Ace of Spades” war ganz gut. Heute hab ich mal nach ihm gegoogled (schreibt man das nun mit t oder d?) und gelesen, dass er mal Gitarrist bei New Model Army war. Daher kannte ich also das Gesicht.
Dann also Therapy?! Hammer! Als erstes hat mich überrascht, wie klein der Bassist und der Sänger/Gitarrist doch sind. Ob das an der Mangelernährung in den letzten Jahrhunderten und der Kontinuität im Genpool der Iren, die ja doch abseits von allem außer GB liegen liegt?
Egal, ich schweife ab. Jedenfalls haben sie ihre Songs enorm gut rübergebracht, man hat sehen können, wie ihnen ihre technischen Spielereien gefallen haben. Und wieder einmal musste ich an eine alte Freundin denken, die damals, als wir alle irgendwie ein Instrument lernten, gesagt hat, dass es keine Basssolos gibt. Der Therabassist hat das jedenfalls gründlich widerlegt. Hätte ich ihn nur früher gekannt!
Gespielt haben sie Songs quer Beet durch all ihre Alben. Besonders gut gefallen hat mir “Die Like a Motherfucker” (gewidmet allen Rassisten), die enorm rockige Version von “Diane” und “Clowns Gallore”, das der Sänger Gordon Brown gewidmet hat.
Alles in Allem ein genialer Abend mit Therapy? in der Röhre und eines der besten Konzerte, das ich je besucht habe.
Und da ich keine Kamera dabei hatte, gibt es hier das aktuelle Video zum Titelsong des Albums “Crooked Timber”. Der Titel ist frei nach Immanuel Kants These “Out of the crooked timber of humanity, no straight thing was ever made.” interpretiert.
Das rief der Igel bzw. seine Frau, die am anderen Ende des Stoppelackers wartete, dem flinken Hasen beim Wettrennen zu. Und so glaubt der Hase das Rennen zwischen Hase und Igel verloren zu haben und gab sich geschlagen.
Dieses Jahr allerdings wollte der Hase auf Nummer sicher gehen. Den hinterhältigen Trick des Stachlers hatte er schon lange durchschaut. Und als das alte Schlitzohr, das er war, ersann er einen Plan. Keiner sollte ihm zuvorkommen und ihm den Platz als schnellstes Wesen des mitteleuropäischen Tierreichs streitig machen.
Der Igel hatte es vorgemacht: Tarnung ist alles!
X-Mas Häschen
Allerdings ist er mit seinem Vorhaben über das Ziel hinaus geschossen. Die Menschen durchschauten den Hasen als das, was er ist: Ein fieser Blender.
Meister Lampe zog resigniert sein Kostüm aus und lebte für einige Monate gar abgeschieden von der Welt. Als er sich besonnen hatte und wieder er selbst war, fand er er auch wieder Freunde, die ihm sein Missgeschick verziehen.
Hallo Riegelein! X-Mas Bunnys sind einfach nur lächerlich! Hört bitte damit auf.
Um Werbung im ganz klassischem Sinn geht es in diesem irischen Werbespot. Der nette, etwas aufgeregte junge Mann möchte um die Hand seiner großen Liebe anhalten.
pEtEr & NieLow feiern heute Jubiläum. Ihr Blog wird 3 Jahre alt.
Hurra!
Entschleunigung
Das man im Alter allgemein etwas langsamer wird, ist natürlich. Aber das die Verwaltung eines Altenheims knapp über ein Jahr braucht, um mir eine Absage auf ein Bewerbungsschreiben zu schicken, ist seltsam.
Vielleicht färbt die Langsamkeit ja auch ab?
#iranelection
Unter diesem Twitter-Hashtag (#iranelection) gibt es zur Zeit die aktuellsten Meldungen um die Wahl im Iran und was darum geschieht. Mit Vorsicht zu geniessen sind die Meldungen trotzdem, da du ja nie wissen kannst, von wem sie stammen.
pEtEr von den Blogrebbellen sammelt und verbreitet ebenso Informationen und aktualisiert sie je nach Kenntnisstand. Das Badge unten links stammt im übrigen auch von ihm und ist echt recht leicht einzubinden.