Heute bin ich mit Verwandten im Gestütsgasthof St. Johann zum Mittagessen eingekehrt. Erwartungsgemäß war am Pfingstmontag eine Menge los und die 5-7 Tische im Freien schon alle besetzt. Also ging es in den Hauptraum, der etwas düster wirkt, aber dennoch urig-gemütlich ist. Dort befinden sich etwa 10 lange Tische, die je etwa 16 Personen Platz bieten. Manch einen mag es befremden, mit unbekannten Menschen am gleichen Tisch zu sitzen, allerdings fördert diese Sitzordnung ungemein die Kommunikation mit anderen Gästen.
Es gibt auch noch einen Nebenraum mit kleineren Tischen, der heute allerdings von einer Gruppe besetzt war.
Der Gasthof befindet sich am Rand der Schwäbischen Alb, etwa 10 Autominuten von Eningen u.A. entfernt. Die Küche der Wirtsfamilie Griesinger ist rustikal-schwäbisch bei günstigen Preisen.
Das “Panierte Schweineschnitzel mit Pommes Frites und Salat”, das ich mir bestellt habe, hat sich als zwei sehr große Schnitzel mit einem Berg an Pommes entpuppt, die ich nicht komplett essen konnte. Die Panade war kross gebraten, das Fleisch sehr zart, geschmackvoll und gut gewürzt. Die Pommes waren dünn und sehr lecker, der Beilagensalat bestand aus Eichblattsalat, Karottensalat, Krautsalat und einem sehr leckeren schwäbischen Kartoffelsalat.
Gekostet hat die große Portion 12 Euro.
Einen kleinen Bissen Kalbsbraten mit Rahmsauce, Spätzle und Salat durfte ich auch probieren. Auch bei diesem Gericht war alles stimmig. Kosten:13 Euro.
Einzig das servierte Bier der Brauerei Kaiser aus Geislingen an der Steige war nicht so mein Fall, mit 2,80 Euro für das helle Hefeweizen allerdings preislich im Rahmen.
Vor dem Gasthof gibt es noch einen seperaten Biergarten, schön unter Kastanienbäumen gelegen. Dort gibt es allerdings nur “Vesper”, also kleine Gerichte wie Saitenwürstle mit Brot, sowie Kaffee und Kuchen.
Ebenfalls etwas abseits vom Gasthof liegt der Hofladen, in dem man Holzofenbrot, landwirtschaftliche Erzeugnisse und regionale Käse-und Wurstspezialitäten kaufen kann – auch an Sonn- und Feiertagen.
Geöffnet hat der Gestütsgasthof von Dienstag bis Sonntag ab 8 Uhr, warme Küche gibt es ab 11 Uhr (Vesper auch vorher). Im Sommer ist auch Montags geöffnet.
Auch zum Wandern ist diese Gegend sehr gut geeignet. Innerhalb von ca. 20 Minuten (etwa 1,5 km) ist man in gemütlicher Gangart unter einer wundervoll schattigen Halballee am Fohlenhof des Landesgestüts Marbach, Außenstelle St. Johann angelangt. Wenn man dann realisiert hat, dass das Leben kein Ponyhof ist, kann man entweder den Abstieg zum Gütersteiner Wasserfall wagen oder den Ab- und Aufstieg zum Runden Berg bei Urach machen. Wandermutige gelangen vom Fohlenhof auch zum Uracher Wasserfall oder sogar zur Ruine Hohenurach.




