Achtung! Es folgt einzig mir zur Erleichterung dienendes Gemotze und subjektives Meckern.
Wie nervig. Da ging mir vor ca. zwei Wochen meine alte Grafikkarte (eine ATI Radeon X850 Pro) immerhin noch kurz vor Ende der Gewährleistungsfrist kaputt. Daraufhin hat mir der freundliche Hotline-Mitarbeiter bei Amazon.de geraten, die Karte direkt an den Hersteller, in dem Fall Sapphire, zu schicken. Das würde schneller gehen, da Amazon.de die Karte auch nur einschicken könnte und der Vorgang durch die Zwischenstation bei ihnen noch verzögert würde. Na gut, das ist eine faire Antwort, also mal bei Sapphire schauen, wie das läuft. Aha, gar nicht. Gewährleistungsansprüche solle man doch bitte über den Händler abwickeln, stand da.
Gut, ich habe die Karte kurzerhand verpackt, zu Amazon.de eingeschickt und gehofft, dass es nicht all zu lange dauern würde.
Das war Freitag, der 4. April. Sonntag, den 6. April kam eine Email von Amazon, in der sinngemäß stand, dass meine Rücksendung eingetroffen wäre und mir der Kaufpreis erstattet würde. Und tatsächlich, am Tag später befanden sich 220 € auf meinem Konto sowie eine weitere Bestätigungsmail von Amazon in meinem Postfach. Fein fein. 220 €mehr auf dem Konto und eine neue Grafikkarte in dem Bereich kostet ca. 70-100 €. Das lobe ich mir, obwohl es nicht ganz verstehe. Will ich aber auch gar nicht.
Die Anforderungen an meine neue Grafikkarte sind nicht hoch. Ich spiele zwar ab und zu mal World of Warcraft oder Flatout 2, aber an den aktuellen, grafikfressenden Ego-Shootern finde ich keinen Gefallen. Also brauche ich gewiss kein Highend-Modell.
Die Karte muss im AGP-Format sein, da ich noch ein älteres Mainboard besitze. Ansonsten sollte sie nicht über 100 € kosten, das wäre alles. Nach dem Lesen einiger Testberichte fiel mein Augenmerk auf die Sapphire Ati Radeon HD 2600 XT AGP, die recht günstig (68 €) und zudem noch eine enorme Leistungssteigerung zu meiner alten Karte darstellen sollte. Ein solides Einsteiger-/Mittelklassemodell eben.
Hach. Schön wäre es. Scheinbar haben sowohl ATI als auch Sapphire beim Entwickeln der Treiber geschlampt. Entweder meldet das Installationsprogramm dass keine zu unterstützende Hardware gefunden wurde oder aber es funktionieren einfach keine 3D-Anwendungen. Etwas Recherche im Netz ergab, dass dieses Problem recht verbreitet ist und wohl nur die AGP-Karten dieser Serie betrifft. Dabei gibt es sogar extra sogenannte “AGP-Hotfix”-Treiber, die aber auch nicht wirklich zu helfen scheinen. Wäre ich ein bösartiger Mensch, würde ich jetzt denken, dass auf den wohl eher aussterbenden Kundenkreis, der noch AGP-Motherboards nutzt, einfach keine Rücksicht mehr genommen wird. AMD, dem jetzt ATI gehört, hat ja schließlich auch ein Interesse daran, neue Prozessoren und Mainboards zu verkaufen. Aber das denke ich nicht, ich bin ja ein braver Konsument. Ob ich aber nochmal brav eine Karte von ATI kaufe? Eher nicht.
Nun ja, während ich hier meinen Ärger ablasse, läuft im Hintergrund gerade ein Backup aller wichtigen Dateien. Wenn das fertig ist, sammel ich noch alle Treiber zusammen, die man so braucht und installiere Windows kurzerhand neu. Seltsames Allheilmittel, aber vielleicht hilft es ja. Wünscht mir Glück und unfähige Treiberentwickler in die Wüste!
Gesagt