Nächsten Samstag, den 8. August, gibt es im Club Thing Metzingen ab 20 Uhr eine Soliparty für Stevie, der unschuldig in die Fänge der Musikindustrie geraten ist. Über den Internet-Anschluss seiner ehemaligen WG, der auf seinen Namen lief, wurden von einem Mitbewohner scheinbar unbewusst “große Mengen an Musik zum Tausch angeboten”.
Nachdem erbrachten Beweis, dass die Musik nicht von meinem Rechner angeboten wurde, sind alle strafrechtlichen Ermittlungen umgehend eingestellt worden. Leider interessiert sich die Musikindustrie wenig dafür einen wirklich schuldigen zu belangen, sondern nutzt ihre zivilrechtlichen Mittel um gegen mich als damaligen Anschlussinhaber extreme Forderungen zu stellen.
Diese belaufen sich nach Berücksichtigung der Tatsache, dass ich offensichtlich nicht der Verbrecher bin den sie in mir gerne sehen würden und meiner Situation als Student, nach einer freundlichen Reduzierung von 10.000 € “nur” noch auf 3.500 €. Hinzu kommen bereits jetzt Anwaltskosten von mehreren hundert Euro und unzählige Stunden Grübelei über die Frage warum ich soviel Geld für etwas zahlen muss, das ich nicht begangen habe.
Den Wahrheitsgehalt der Aussage „bei Geld hört die Freundschaft auf“ muss ich zudem leider als sehr hoch einstufen, da der wirkliche „Übeltäter“ nicht dazu bereit ist, bzw. ebenso wenig die Mittel dazu hat für den von ihm verursachten Schaden komplett einzustehen. Wie ich das Blatt drehe und wende, werde ich aus der Sache leider nur mit großen Kosten gehen.
Stevie lädt nun also zur Soli-Party im Club Thing ein. Die 5€ Eintritt gehen direkt an ihn, damit er die entstandenen Anwaltskosten sowie die Forderungen der Kulturmafia begleichen kann.
Kommt zahlreich! Spendet reichlich! Auch Piraten sind gerne gesehen!
Dieses Wochenende feiert der Club Thing in Metzingen sein 35-jähriges Jubiläum. Der Club Thing ist ein selbstverwalteter Jugendclub in Metzingen, einer Stadt, die sonst eher als “Mekka des Fabrikverkaufs” bekannt ist.
Vor etlichen Jahren und vor einige Umzüge der Location war der Club Thing bis nach Stuttgart bekannt für seine Konzerte und sein Ambiente. Als Kind bin ich oft abends mit meinen Eltern an Wochenenden am Club Thing in der Reutlinger Straße kurz vor dem Lindenplatz vorbei gefahren und war neugierig interessiert über das, was ich sah. Junge Menschen, die kurzerhand den doch sehr engen Bürgersteig in Beschlag nahmen, um dort ihr Bier zu trinken. Ein gemalter Snoopy mit Schlafmütze und Kerzenhalter in der Hand auf der geschlossenen Tür, wenn der Club mal zu hatte.
Ein paar Jahre später war ich selbst einer derjenigen, die draußen ihr Bier, Cola oder gar Korea (blöder Name für Wein mit Cola) tranken. Ich lernte die Dead Kennedys (danke, Bernd!) und gelebte Basisdemokratie kennen, aber auch Respekt vor den Älteren, die einfach mehr wussten als ich. Ich wuchs langsam hinein und durfte nach dem Umzug in die Eisenbahnstraße zum ersten mal selbst Vorstandsbeisitzer sein. Lange Jahre war mir der Club Thing eine Zuflucht vor dem grauen Alltag. Gute, sehr gute Musik, nette Leute und auch gute Freundschaften habe ich im Club Thing erlebt.
Dieses Wochenende wird im Club Thing gefeiert. Und auch wenn ich mittlerweile nicht mehr ganz konform mit dem aktuellen Club Thing bin, werde ich trotzdem da sein. Und hier dafür Werbung machen.
Inspiriert von der letzten Reggae Night im Club Thing vor der Sommerpause und Frankys Geburtstag und weil sich noch immer kaum jemand dafür interessiert: Peter Tosh mit “Equal Rights”
Everyone is crying out for peace, yes
none is crying out for justice.
I don’t want no peace,
equal rights, justice!
St. Patrick’s Day ist nahe und daher liegt nichts näher, als im Club Thing mal wieder einen Irischen Abend zu feiern. Ich weiß, die Ankündigung ist etwas kurzfristig (3 Stunden vorher), aber es gibt wieder leckeres Guinness vom Fass und durststeigerndes Knoblauchbaguette frisch aus dem Ofen. Und natürlich irische Musik, von den Dubliners über The Pogues bis zu Flogging Molly.
Letztes Wochenende habe ich auf dem Nachhauseweg ein paar Bilder mit dem Handy geknippst. Irgendwie mache ich das gerne, wenn ich ein wenig getrunken habe, denn dann fallen mir die lustigsten Details auf. Und schließlich ist alles besser als stures Laufen. So wird der Heimweg zwar länger, aber auch interessanter.
Qualitativ sind die Bilder nicht sehr besonders gelungen, aber was will man von der Megapixel-Kamera eines vier Jahre alten Razr V3i auch erwarten. Wichtiger finde ich, dass irgendwie eine Kontinuität der Bilder gegeben ist und auch, wie ich finde, eine kleine Geschichte erzählt wird.
Ich werde die Bilder nicht kommentieren, nur eines: Wer kratzt eigentlich die Aufkleber von Kneipenklospiegeln?
Und wenn man dann wie ich noch eine Flasche drei Jahre alten Havanna Club Rum gewinnt, ist der Abend perfekt. Ich freu mich schon auf die nächste Reggae Night im Club Thing.
pEtEr & NieLow feiern heute Jubiläum. Ihr Blog wird 3 Jahre alt.
Hurra!
Entschleunigung
Das man im Alter allgemein etwas langsamer wird, ist natürlich. Aber das die Verwaltung eines Altenheims knapp über ein Jahr braucht, um mir eine Absage auf ein Bewerbungsschreiben zu schicken, ist seltsam.
Vielleicht färbt die Langsamkeit ja auch ab?
#iranelection
Unter diesem Twitter-Hashtag (#iranelection) gibt es zur Zeit die aktuellsten Meldungen um die Wahl im Iran und was darum geschieht. Mit Vorsicht zu geniessen sind die Meldungen trotzdem, da du ja nie wissen kannst, von wem sie stammen.
pEtEr von den Blogrebbellen sammelt und verbreitet ebenso Informationen und aktualisiert sie je nach Kenntnisstand. Das Badge unten links stammt im übrigen auch von ihm und ist echt recht leicht einzubinden.