Städte-Bashing ist ja zur Zeit schwer im Trend. Ich glaube, das macht sogar ziemlich Spaß und ist vor allem unterhaltsam. Also genau das, was wir hier in der langweiligen schwäbischen Provinz brauchen. Hier also ein paar Dinge, wegen denen ich Berlin nicht mag.
Seltsame Leute. Quasi die selbe Crew, die früher Bonn unerträglich gemacht hat, tut dies heute in Berlin. Die Berliner finden es toll und überreichen ihnen ihre neue Behausung sogar als Geschenk.
Das sie ein paar Jahre später vor der Hütte nicht mehr machen können, was sie wollen, war bestimmt einkalkuliert.
Einem 45 Jahre alten Autofahrer ist am Dienstag (15.07.2008) gegen 13.00 Uhr auf der Schmale Straße ein Putzroboter entgegengekommen.
Er hielt sofort sein Fahrzeug an, fing den Roboter ein und setzte ihn außer Betrieb. Gleichzeitig kamen vier Polizisten hinzu, die ebenfalls versucht hatten, den Roboter stoppen. Ermittlungen in der näheren Umgebung führten zu einem Geschäft in der Schmale Straße.
Hier war der Roboter mit Staubsaugen beschäftigt, bevor er das Geschäft über die Eingangstür verließ und auf Entdeckungsreise ging. Normalerweise wird der zirka 30 Zentimeter im Durchmesser und 10 Zentimeter große Putzroboter durch eine batteriebetriebene Lichtschranke von solchen Ausflügen abgehalten. Diese scheint am heutigen Tag ihren Dienst aufgegeben zu haben.
Ich hinke etwas hinterher und wollte eigentlich überhaupt nichts zum Nein der Iren zur EU-Verfassung schreiben. Aber wenn ich dann diese Rate-Runde im deutschen Bundestag sehe, muss ich einfach noch Danke sagen.
Euch Iren (und insgesamt den Gegnern des Vertrages) wird ja vorgeworfen, dass ihr euch nicht richtig über die Inhalte informiert hättet und deshalb mit Nein gestimmt habt. Aber wenn nicht mal die Politiker eines EU-Mitbegründerlands wissen, um was es überhaupt geht, kann man euch das sicher nicht zum Vorwurf machen.
Nachdem die Abstimmungen über die EU-Verfassung gescheitert sind, haben viele Länder der EU beschlossen, mal 2-3 Jahre zu warten und dann den geplanten Scheiß einfach ohne Abstimmung durchzubringen.
Einzig die irische Regierung scheint genug Mumm in den Knochen zu besitzen, die eigene Bevölkerung für voll zu nehmen. Und nun droht in Irland von der Bevölkerung ein Nein. Ganz arg, denn sämtliche Mitgliedsstaaten müssen zustimmen, um die alten Schengener Verträge durch den neuen Vertrag von Lissabon zu ersetzen.
Irland ist das einzige der 27 EU-Länder, in dem das Volk über das neue politische Fundament der Europäischen Union entscheidet. Jüngste Meinungsumfragen ergaben einen knappen Vorsprung für eine Zustimmung zum Vertrag. Die rund drei Millionen Wähler können am Donnerstag bis um 22.00 Uhr (Ortszeit) abstimmen. Die Auszählung beginnt am Freitagmorgen, das Resultat wird am späten Nachmittag erwartet.
Schon krass, dass nur ein Volk der 27 Mitgliedsstaaten der EU entscheiden darf. Demokratie? No way!
Falls das irische Volk gegen den EU-Reformvertrag stimmt, wollen einige andere Mitgliedsstaaten sogar den Ausschluß Irlands aus der EU erwirken.
Ich finde das gesamte Prozedere schlicht zum kotzen.
In der EU, genauer in einem Projekt namens “Security of Aircraft in the Future European Environment” (SAFEE, Unterstützerliste hier) wird gerade an einem neuen Sicherheitskonzept für Flugzeuge geforscht. Es geht darum, dass zukünftig alle Flugzeugsitze mit Kameras ausgestattet werden sollen, um mögliche Bedrohungen seitens Terroristen automatisch auswerten zu können und gegeben falls Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
The European Union’s Security of Aircraft in the Future European Environment (SAFEE) project uses a camera in every passenger’s seat, with six wide-angle cameras to survey the aisles. Software then analyses the footage to detect developing terrorist activity or “air-rage” incidents, by tracking passengers’ facial expressions.
“It looks for running in the cabin, standing near the cockpit for long periods of time, and other predetermined indicators that suggest a developing threat,” says James Ferryman of the University of Reading, UK, one of the system’s developers.
Other behaviours could include a person nervously touching their face, or sweating excessively. One such behaviour won’t trigger the system to alert the crew, only certain combinations of them. Zitatquelle: newscientist.com
Wie diese Gegenmaßnahmen, die das System automatisch auslösen können soll dann aber aussehen werden, ist scheinbar nicht nur mir noch nicht ganz klar. Ich denke da an Elektroschocks, Giftspritzen oder gleich den finalen Rettungsschuss aus der integrierten Selbstschussanlage. Der Blondine aus Sitz H3 schaut man dagegen nur unter den Rock. Nicht, dass sie dort Waffen versteckt hält…
Meine Güte. Ich sympathisiere ja mit Menschen, die unsere Welt frei von gentechnisch manipulierten Pflanzen, Tieren und Menschen halten wollen. Ich beführworte sogenannte “Feldbefreiungen” und würde vielleicht sogar selbst daran teilnehmen, wenn sie in meiner Umgebung notwendig wären.
Wo in Europa wird wohl das europäische Guantanamo sein? Französisch-Guayana böte sich an, von dort aus sind auch früher kaum Häftlinge zurückgekehrt. Und “Die Legion” ist als Grenztruppe bereits im Einsatz.
Die Innenministerkonferenz (ja, die mit der Videoüberwachung) will der EU anraten, irakische Christen als Flüchtlinge aufzunehmen. Der Spiegel Artikel ist etwas schwammig formuliert, aber ich schließe daraus, dass Schäuble wieder einmal strikt im konservativ-christdemokratischem Rahmen denkt. Irgendwie hört es sich so an, als sollten Christen (die im Irak bestimmt auch zu leiden haben) bevorzugt in Deutschland oder der EU Asyl finden.
Zum kotzen. Warum will man Christen aus dem Irak die Erlangung des Flüchtlingsstatus erleichtern, während die anderen Flüchtlinge vor der unbezwingbaren Festung Europa stehen? Wie sieht es da mit der Gleichheit aus? Warum werden Christen bevorzugt? Stirbt ein Atheist oder Moslem, ist das nicht so schlimm? Warum will Schäuble Verfolgung auf religiöses Getue beschränken?
Passend zu dieser Thematik ist ein Lied der Asian Dub Foundation: The Fortress Europe
Zurück aus der Sommerpause hat Flier's Welt einen netten und bissigen Cartoon zur aktuellen Diskussion über die nach Meinung einiger weltfremder Politiker und Wissenschaftler viel zu hoehen Hartz-IV-Sätze gezeichnet. Anschauen lohnt sich.
Neuwahlen
Nach dem Metzinger Referendum, bei dem die Bürger gegen ein Distributionslager der Firma Boss gestimmt haben, reicht Metzingens OB Dieter Hauswirth seinen Rücktritt ein. Wenn der Regierungspräsident in Tübingen dem Rücktrittsgesuch zustimmt, wird es wohl schon bald Neuwahlen geben.
Nur wer wird sich zur Wahl aufstellen lassen? Hauswirth wurde schließlich erst im letzten Jahr ohne Gegenkandidat gewählt. Mir fällt spontan nur Friedemann Salzer ein, der es vor ein paar Jahren bereits versucht hat.
Gesagt