Ich habe ja neulich von der genialen alternativen Firmware für Canon Digicams mit Digic II- bzw. Digic III namens CHDK berichtet. Mittlerweile habe ich mich etwas mehr in die Materie eingearbeitet und neben dem kinderleichten einspielen einer deutschen Benutzeroberfläche auch die ersten HDR-Bilder gemacht. Mangels Motiven ist erst mal nur ein Landschaftsbild entstanden, das meiner Meinung nach trotzdem schon etwas hermacht.

Dieses Bild ist aus einer Belichtungsreihe von sieben Einzelbildern entstanden, die ich mit einer Probeversion von Photomatix zusammengefügt habe (darum auch das plöde Wasserzeichen). Zum Erstellen der Belichtungsreihe habe ich folgendes Bracketingscript genutzt: belichtungsreihe-fix-fokus
Mein nächstes gesetztes Ziel ist die Fotografie eines Blitzes, die sich durch die Verwendung eines Bewegungsmelder-Scripts, das hier zu finden ist, auch irgendwie machbar sein muss. Ansonsten will ich mich näher mit der Scriptsprache auseinander setzen, die Ähnlichkeiten mit Basic zu haben scheint und mir dadurch nicht ganz fremd ist.
Faszinierende Sache!
Wie im Sideblog zu lesen ist, bin ich neulich über einen Artikel auf Heise Foto gestoßen, in dem ein interessanter “Hack” für Canon Digitalkameras mit Digic II oder Digic III Prozessor beschrieben wird. Das Projekt CHDK (Canon Hacker’s Development Kit) bietet eine alternative Firmware für etliche aktuelle Canon-Kameras an und erweitert dadurch die Möglichkeiten der Kameras. Zu den erweiterten Features gehören unter anderem:
- die Aufnahme von RAW Bildern
- zeigt ein Live Histogramm während man Fokussiert an
- markiert Flächen ohne Bildinformationen (Zebra Modus)
- ermöglicht das Starten von Scripts, zum Beispiel zum Erstellen von HDR-Bildern, das Zoomen in Videos oder das Erstellen von Videos mit Zeitraffer
- kann eigene Gitternetze auf dem LCD anzeigen
- Übersicht über die aktuelle Kapazität der Akkus
- manuell einstellbare Belichtungszeit (von 1/100000s bis 65s)
- manuell bestimmbare ISO Werte (von ISO 50 bis ISO 3200)
- stufenlos einstellbare Videoqualität
- Autostart für Scripte
- Fernauslösung durch ein spezielles USB Kabel
- stark erweiterter Befehlssatz für Scripte
- viele weitere Zusatzinformationen für den Profifotografen (Schärfentiefe-Rechner)
- und kleine Zusatztools, wie zum Beispiel: Kalender, Textbetrachter, Dateibrowser und Spiele
Bilder im RAW-Format speichern zu können habe ich bei meiner Canon PowerShot A620 schon immer vermisst. Und dank der Möglichkeit, durch ein kleines Script Belichtungsreihen nach Wunsch zu erstellen, werde ich hoffentlich etwas leichter den Weg in die HDR-Fotografie finden.
Sehr toll an der Firmware ist, dass sie die eigentliche Firmware der Digitalkamera unberührt belässt. Die CHDK-Firmware wird jedes Mal beim Einschalten der Kamera neu von der Speicherkarte gebootet, wobei man die Wahl hat, ob das automatisch geschehen soll oder man lieber manuell bootet.
Der Kamera kann so eigentlich nichts passieren (ich bin kein Fachmann, also ohne Gewähr), wie auch ein Mitarbeiter von Canon laut CHDK-Wiki bestätigt:
Thank you for your reply. After researching this software on the
internet it appears that CHDK doesn’t make any actual changes to your
camera. If you delete the CHDK software from your memory card, or if
you choose not to activate the CHDK software on the card (or remove and
replace the batteries), then the camera will behave absolutely normally
- nothing has been (or ever is) changed, so the warranty is not
affected.
We hope this information is helpful to you. Please let us know if we
can be of any further assistance with your A720 IS camera.
So, genug über das Projekt an sich, nach dem Klick gibt es meine ersten Ergebnisse.
‘Erste Versuche mit CHDK’ weiterlesen
Gesagt