Der baden-württembergische Verfassungsschutz warnt laut SWR vor islamischer Popmusik. Denn die soll manchmal auch islamistisch sein und (ganz schlimm!) zur “Rückkehr zu muslimischen Wurzeln und Werten” auffordern. Ok, dass in manchen Liedern auch zu Kampf und heilligem Krieg aufgerufen wird, ist wirklich kacke. Deshalb einfach mal vor “islamischer Popmusik” ganz allgemein zu warnen, ist schlicht über das Ziel heraus geschossen und völlig unverhältnismäßig.
Schließlich gibt es auch etliche christliche Sekten, die zu neuen Kreuzfahrten aufrufen und von heiligen Kriegen sprechen. Und gerade in solchen extrem christlichen Gruppen wird seit einigen Jahren vermehrt darauf geachtet, die Kids dort abzuholen, wo sie stehen. Das geschieht mit Popmusik, Jugendbüchern und riesigen Aktionstagen. Bestes Beispiel ist die Gemeinschaft “The Call” (der Film unten in den Links ist empfehlenswert und auch online zu sehen), aber auch viele andere vor allem evangelikale oder pfingstlerische Gruppen nutzen diese Methoden, um ihre Gefolgschaft zu vergrößern.
Wird deshalb vor “christlicher Popmusik” gewarnt? Nee, viele unserer Kids singen sie jeden Sonntag in der Sonntagsschule und viele zusätzlich auch noch in der normalen Schule. Bigott wie immer, unsere Herren und Damen aus Politik und Beamtentum.
Gesagt