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Nachbar (II)


2009
02.13

Super, da bringt man kurz vor einbrechen der Dunkelheit noch rasch den Müll runter und erwischt seinen Lieblingsnachbarn (der mit den Nüsschen) beim Zersägen des schönen, immergrünen Busches vor dem Haus. Der im Sommer so schön weiß blüht. Und etwa 2,50m groß war. Und schon immer da gestanden hat. Den haut er jetzt um, bei Schneefall und Temperaturen um 0 Grad.

Nun geht er (der Busch, nicht der Nachbar) seinen Weg in die ewig grünen Jagdgründe, wie schon vor ihm zwei schöne Birken, eine große alte Linde und mein Lieblingsbaum, eine Eberesche. Dafür werden grässliche Tannenbäumchen gepflanzt, die den Rasen austrocknen und um die herum er kleine Abgrenzungen aus alten, hässlichen Betonquadern baut. Zum Glück hat die ganz unten wohnende Nachbarin die Geräusche gehört und ihn davon abgehalten, den zweiten schönen Busch, ein Lorbeerbaum, ebenfalls abzusägen.

Das fiese an der Sache ist, das er von der Hausgemeinschaft für seine “Gärtnertätigkeit” auch noch bezahlt wird. Leider haben in dieser Hausgemeinschaft nur Eigentümer einer Wohnung etwas zu sagen. Ich bin nur Mieter. Grr.

Pfusch am Bau


2008
11.03

Seit Jahren schrecke ich immer wieder gelegentlich hoch. Da liege ich gemütlich auf der Couch und gucke Fern, konzentriere mich gerade auf ein spannendes Buch oder will Samstags einfach nur mal bis in die Puppen schlafen: Pustekuchen!

Ich habe zwei Nachbarn, die Tim aus “Hör mal, wer da hämmert” problemlos Konkurrenz machen könnten. Seit sie hier im Haus eingezogen sind, ist das wohnen hier echt spannend, geräuschvoll und unberechenbar. Da werden im Keller Stromkabel gezogen, dass der Elektriker  nur noch süffisant “Viel Spaß beim Kellerbrand.” sagt. Garagen werden zu Werkstätten umfunktioniert, in denen man alte Rasenvertikutierer über Wochen in Handarbeit repariert, tägliche Tests des ratternden und stinkenden Dieselmotor inbegriffen. Ganz schlimm wird es allerdings, wenn sie sich in ihren Garagenwerkstätten treffen und darüber reden, was sie an ihren Wohnungen basteln können.

Die eine Hobby-Nervensäge hat jetzt aber wohl so ziemlich die Arschkarte gezogen: Beim Umbau des “Stillen Örtchens” wurde wohl ein Ableitungsrohr zu stark belastet, so dass in der Wohnung im Erdgeschoss ein “Durchbruch” der eher unangenehmen Art stattfand.
Gleichzeitig hat er Probleme mit der Heizung, die er im Sommer unter lautem Geklopfe erneuert hat. Die ist nämlich falsch angeschlossen, so dass hier bei mir im dritten Stock einige Heizungen kalt bleiben. Im Sommer merkt man das natürlich nicht, wenn es aber im Spätherbst im Bad einstellige Temperaturen hat, ist das schon ärgerlich.

Heute war im Auftrag der Hausverwaltung ein echter Handwerker da, der sich alles angeschaut und das Problem definitiv verorten konnte. Den Auftrag, das Chaos wieder zu richten, hat er leider nicht bekommen. Es ist wohl wieder “Do it yourself” und jede Menge Gehämmer angesagt.

Der andere DIY-Nachbar bevorratet sich derweil für den kalten Winter und trocknet Nüßchen in der Herbstsonne. Als ob er wüsste, dass es ein kalter Winter wird. Man beachte die DIY-Vogelscheuche!