Posts Tagged ‘Reutlingen’

3. Tübinger Blogger-/Twittertreffen


2010
04.02

Nachdem es letztes Jahr irgendwie nicht funktioniert hat einen Termin zu finden, ist es dieses Frühjahr endlich wieder einmal soweit:

Am Mittwoch, den 21. April, findet ab 19 Uhr das 3. Tübinger Blogger-/Twittertreffen statt.

Alle interessierten Blogger und Twitterer aus der Region Tübingen und Reutlingen sind herzlich eingeladen, aber natürlich sind auch Gäste von weiter weg willkommen. Da das Wetter Mitte April doch sehr unbeständig ist, wird es dieses Mal leider keine Stocherkahnfahrt geben. Deshalb treffen wir uns gleich in der Kneipe/Gaststätte “Herzog Ulrich” in der Tübinger Südstadt. Ein festes Programm wird es keines geben.

Um die Tradition des ersten Bloggertreffens wieder aufleben zu lassen, sollte jeder Besucher etwas Selbstgemachtes mitbringen, etwa Himbeermarmelade vom letzten Sommer, selbstgebrannten Zwetschgenschnaps, Plätzchen aus eigener Herstellung etc.

Da Uli für uns Tische reservieren wird, solltet ihr euch vorher anmelden. Entweder über diese Facebook-Seite, via TwTvite oder hier in den Kommentaren. Der Hashtag für die Veranstaltung ist übrigens #3tbtt.

Bisher nehmen teil:

- Uli (Diablog; @uliuli)
- Jo (jo-Fotoblog; @___jo)
-Ecki (Eckpfeiler; @lanka_vasa)
- Alex (@alexschnapper)
- Niels (Gsallbahdr)
- Lars (Eldersign; @eldersign)
- Lucia (@lucilu18)
- Ralf (@allrutz)
- Sabine (TueSchmecker; @FrauSchmecker)
- Stefan (@warper99)
- Bettina (@Bettina_Rohrer)
- Daniela (Life behind a lense; @Elyia)
- Syd (@SydDelz)
- Sibylle (Am linken Ufer; @Sblaumann)
- Matthias (Doctor Morph; @doctormorph)

Veranstaltungshinweis: “Theo Bergmann – Ein Leben im Widerstand”


2010
03.29

Am 15. April ist im Reutlinger franz.K Theodor Bergmann zu Gast. Ich nehme mir die Freiheit und zitiere die Website des franz.K:

Ein Zeitzeugenbericht 15.04.2010 20.00 Uhr im Franz K in Reutlingen

Theo Bergmann: Ein Leben im Widerstand
Eine erzählte Biographie, musikalisch gerahmt von Anne und Dorothea Tübinger

Sohn eines Rabbiners und atheistischer Kommunist
in der Weimarer Republik. Verfolgt in der NS-Zeit
und per Haftbefehl gesucht in der sowjetischen
Besatzungszone. Landarbeiter im schwedischen Exil
und Professor für Agrarpolitik in Hohenheim – das
ist Theodor Bergmann, geboren 1916.
Die historischen und persönlichen Erfahrungen, von
denen Theodor Bergmann berichten kann, scheinen
unmöglich in einer Biographie aufgehen zu können.
Er kann sich nicht nur erinnern: Wenn er erzählt wird
das Vergangene lebendig. Als Sohn bürgerlicher
Eltern in der Weimarer Republik beschloss er schon
bald, sich an die Seite der Arbeiter und
Unterdrückten zu stellen.
Theodor Bergmann ist sowohl Zeitzeuge dieser für
die Gegenwart so prägenden historischen Phase,
als auch scharfsinniger Zeitgenosse, dessen
Triebfeder ein trotz aller Entbehrungen und
leidvollen Erfahrungen ungebrochener Optimismus
ist. Bis zum heutigen Tag setzt er sich, ob in der
Gewerkschaft oder auf internationalen Konferenzen,
uzad. für eine gerechtere Gesellschaft ein.

Anne und Dorothea Tübinger (Duo Saxakkord)
spielen dazu Eigenkompositionen mit Elementen
aus Klezmer, Folk, Jazz und Klassik.

Eine Veranstaltung von Antifa TÜ/RT, Die Linke Reutlingen, VVN Reutlingen und franz.K

Einlass: 19.30 Uhr; kein VVK; UKB

Brauner Mob in Reutlingen


2009
08.15

Hier eine Email vom Kreisverband Reutlingen der Partei “Die Linke”:

Am kommenden Montag, den 17.8.09 planen Nazis eine 5-Minuten-Aktion am Reutlinger Hauptbahnhof. Sie wollen die Schlussworte von Rudolf Hess (von den Nürnberger Prozessen) gemeinsam verlesen…

Die Aktion ist bundesweit koordiniert (siehe (Achtung, Naziseite): http://bit.ly/JsylB) und soll zeitgleich an vielen Orten um 19:30 Uhr nach folgendem Muster beginnen:


19:30 3min Still stehen (ich kann mir das schon vorstellen, wie)
19:33 gemeinsames Verlesen der “Schlussworte”
19:35 Ende der Aktion

BITTE KOMMT ALLE ZAHLREICH und LAUT an den Bahnhof, damit dieses Unterfangen in Reutlingen NICHT stattfinden wird.

Wir können es nicht zulassen, dass wir solchen menschenverachtenden Gruppierungen auch nur eine kleine Möglichkeit der Präsentation im Land bieten.
Auch nicht in Reutlingen!!!

Soli-Party “Jeder Gast hilft – innocent victims against music industry”


2009
08.04

Nächsten Samstag, den 8. August, gibt es im Club Thing Metzingen ab 20 Uhr eine Soliparty für Stevie, der unschuldig in die Fänge der Musikindustrie geraten ist. Über den Internet-Anschluss seiner ehemaligen WG, der auf seinen Namen lief, wurden von einem Mitbewohner scheinbar unbewusst “große Mengen an Musik zum Tausch angeboten”.

Nachdem erbrachten Beweis, dass die Musik nicht von meinem Rechner angeboten wurde, sind alle strafrechtlichen Ermittlungen umgehend eingestellt worden. Leider interessiert sich die Musikindustrie wenig dafür einen wirklich schuldigen zu belangen, sondern nutzt ihre zivilrechtlichen Mittel um gegen mich als damaligen Anschlussinhaber extreme Forderungen zu stellen.

Diese belaufen sich nach Berücksichtigung der Tatsache, dass ich offensichtlich nicht der Verbrecher bin den sie in mir gerne sehen würden und meiner Situation als Student, nach einer freundlichen Reduzierung von 10.000 € “nur” noch auf 3.500 €. Hinzu kommen bereits jetzt Anwaltskosten von mehreren hundert Euro und unzählige Stunden Grübelei über die Frage warum ich soviel Geld für etwas zahlen muss, das ich nicht begangen habe.

Den Wahrheitsgehalt der Aussage „bei Geld hört die Freundschaft auf“ muss ich zudem leider als sehr hoch einstufen, da der wirkliche „Übeltäter“ nicht dazu bereit ist, bzw. ebenso wenig die Mittel dazu hat für den von ihm verursachten Schaden komplett einzustehen. Wie ich das Blatt drehe und wende, werde ich aus der Sache leider nur mit großen Kosten gehen.

Stevie lädt nun also zur Soli-Party im Club Thing ein. Die 5€ Eintritt gehen direkt an ihn, damit er die entstandenen Anwaltskosten sowie die Forderungen der Kulturmafia begleichen kann.

Kommt zahlreich! Spendet reichlich! Auch Piraten sind gerne gesehen! ;)

Infoveranstaltung zum geplanten Versammlungsgesetz


2009
05.11

Am Mittwoch um 20 Uhr findet im franz.K in Reutlingen eine Info- und Diskussionsveranstaltung zum geplanten baden-württembergischen Versammlungsgesetz statt. Hier der Flyer-Text von attac RT:

Die baden-württembergische Landesregierung will ein neues Versammlungsgesetz, das das Bürgerrecht auf Versammlungsfreiheit erheblich einschränkt.

Es schafft bürokratische Hürden, sieht die Registrierung, Überwachung und Erfassung der TeilnehmerInnen vor und gibt Polizei und Behörden die Möglichkeit für willkürliche Erschwernisse, Eingriffe in die Versammlung und die Rechte der Versammelten.

Das Recht auf offene Diskussion und öffentliche Meinungsäußerung gehört zur Grundsubstanz der Demokratie. Die baden-württembergische Landesregierung macht es mit ihrem Entwurf aber zum Sonderfall, der besonderer behördlicher und polizeilicher Beobachtung unterstellt ist.

Im Kontext des in den letzten Jahren zunehmend ausgebauten Überwachungs- und Repressionsapparates (Vorratsdatenspeicherung, BKA-Gesetz, biometrische Pässe, “Bundes-Trojaner”, Bundeswehr-Einsatz im Inneren, usw.) erhalten diese Pläne eine besondere Brisanz.

Der Verdacht liegt nahe, dass mit dem neuen Versammlungsgesetz ein weiteres Instrument geschaffen werden soll, um die möglichen sozialen Kämpfe und Streiks der kommenden Krisenzeiten zu kriminalisieren und zu unterdrücken.

Thomas Trueten, Sprecher des Stuttgarter Bündnisses für Versammlungsfreiheit, wird bei dieser Veranstaltung über die konkreten Inhalte des Gesetzes, den aktuellen Stand der Dinge, aber auch über die Aktivitäten des zivilgesellschaftlichen Widerstands gegen das geplante Gesetz berichten.

Wer kommt mit mir mit?

Reutlingen


2008
08.07

Manchmal fahre ich in die nächstgelegene Kreisstadt Reutlingen, um ein paar Dinge zu besorgen, die es im doch recht beschaulichen Metzingen einfach nicht oder nur in schlechter Qualität gibt. Sojasauce oder Chillischoten zum Beispiel, denn sowas wie einen asiatischen Laden gibt es hier einfach nicht. Und unser Supermarkt-Monopolist hier ist sich seiner Konkurrenzlosigkeit voll bewusst und bietet etwas exotischere Dinge kaum oder nur in schlechter Qualität an. Kleinstadt-Tristesse in Reinkultur eben.

Dabei mag ich Reutlingen eigentlich gar nicht so sehr, denn die Innenstadt ist mir persönlich zu sehr auf schnicke getrimmt und die Einwohner sind meist unfreundlich. Zumindest diejenigen, denen man auf der Wilhelmstraße begegnet, einer Fußgängerzone die sich durch die ganze Innenstadt streckt und in der es die selben Geschäfte wie in jeder größeren Stadt der westlichen Hemisphäre gibt. Diese Straße ist meistens ziemlich vollgestopft von gedankenlosen, seltsamen Menschen.

Etwa einheimische ältere Damen, die direkt vor einem einfach mal ruckartig stehen bleiben um mit Frau Kächele einen Schwatz über den letzten Aufenthalt im Kreiskrankenhaus zu halten. Wenn man sie dann etwas anrempelt, weil man nicht mehr rechtzeitig ausweichen konnte, bruddeln diese alten Damen lautstark herum. Grässlich.

Oder die einkaufswütigen Kiddies, die in Gruppen aus den umliegenden Dörfern “in die Stadt” strömen. Sie wollen zwar was mit Freunden unternehmen aber gleichzeitig ihre Individualität nicht aufgeben, weshalb sie mit laut krakelenden Handys ihre ganz individuelle Musik Klingeltöne abspielen. Jedes Balg einen anderen. Da sie sich dadurch sogar selbst nicht mehr verstehen können, schreien sie ihre belanglosen Gedanken (“He geiles Teil!” – “Scheiße nee, des hat doch schon die Jessi. Isch voll uncool!” – “Ja Jessi, die Schlampe!”) lautstark quer über die Straße. Und mir dabei ins Ohr.

Meistens weiche ich dann in kleinere Nebenstraßen aus, wo man doch etwas schneller vorankommt. Dort sieht man dann allerdings andere kuriose Dinge. Zum Beispiel der junge Mann, früher hätte man ihn Popper gennant, mit den goldenen Turnschuhen, Armbändchen aus bunten Perlen und dem obligatorischen Pseudo-Irokesen. Eigentlich nichts besonderes, solche Typen sieht man ja an jeder Bushaltestelle, im Raucherbereich des Pausenhofs der Berufsschule oder im “Club Mallorca” bei der 1-Euro-Party.
Für gewöhnlich hat dieser Archetypus des modernen Poppers ein sportliches T-Shirt an und seit einiger Zeit sieht man ihn ab und an auch im grässlich-rosaroten Polohemd umherwandeln. Letztes Jahr und vielleicht auch  noch dieses Jahr im Frühling hätte er eventuell noch eine Kufiya, also ein so genanntes Pali-Tuch um den Hals geschlungen gehabt. Na gut, alles eine Sache des Geschmacks. Aber was treibt so jemanden, was treibt irgendjemanden dazu, ein olivgrünes T-Shirt mit einer aufgedruckten Kufiya zu tragen? Und wer entwirft denn so einen Mist? Herr Schäuble, ich bitte um eine Stilpolizei!

So war ich dann sehr erleichtert, endlich mein Ziel erreicht zu haben: Den örtlichen China-Laden! Freundliche Menschen aus dem Land des Lächelns würden mich in einer Wolke exotischer Gerüche freundlich bedienen und ich würde noch ein wenig in den Regalen mit den fremdartigen Produkten stöbern. Vielleicht würde ich auch einen Hauch olympischer Vorfreude zu spüren bekommen.

Nix da. Die Verkäuferin sah mich beim Betreten des Ladens nicht einmal an, von einem Gruß ganz zu schweigen. Das Radio tönte ohrenbetäubend laut und ich durfte mich alleine auf die Suche nach Sojasauce, 5-Spice-Powder und Chillies machen. An der Kasse wurde ich wieder keines Blickes gewürdigt, einzig der zu zahlende Preis wurde mir genannt. Was für eine Enttäuschung.

Ich mag Reutlingen nicht.