Ende letztes Jahr hab ich meinen vermeintlichen grünen Daumen entdeckt, beim Kauf eines Töpfchen Rosmarins für den Balkon beziehungsweise die Küche (Mjamm, Rosmarinkartoffeln). Bevor ich mich um diesen Topf gekümmert habe, ist mir eigentlich alles eingegangen. Aloe Vera, die bei anderen geradezu wuchert, lässt bei mir in kurzer Zeit den Kopf hängen. Bambusgras-Sträucher lassen sich lieber von Pandabären verspeisen als auch nur zwei Wochen auf meinem Fensterbrett zu wachsen. Selbst Kakteen vertrocknen bei mir nach kurzer Zeit. Naja.
Nicht so jener Rosmarin, der mir scheinbar überhaupt nicht böse ist, wenn ich das Gießen einmal für ein, zwei Tage vergesse. Sogar über den Winter hab ich ihn gebracht und nun entwickelt er sich großartig. Das ließ vor einiger Zeit den Entschluss in mir reifen, dass da doch noch mehr geht. Und so kam zu meinem Minigarten auf dem Balkon noch ein Töpfchen Oregano dazu, das ebenfalls sprießt und gedeiht.
Ein Problem habe ich aber trotzdem noch. Ich traue mich nämlich nicht, etwas von den Sträuchern für die Küche abzuzwacken. Die Angst, dass meine grünen Schützlingen mir das übel nehmen und doch noch eingehen, ist einfach zu groß. Ab und zu traue ich mich, ein paar Nadeln Rosmarin abzustreifen, das war es aber auch schon. Im Internet gibt es dazu leider auch keine genauen Anweisungen. Eine Seite rät dies, die andere jenes und ich verzweifel schon beinahe, weil ich endlich frischen Oregano auf meiner Pizza haben will!
Gibt es unter meinen geschätzten Lesern jemand, der mir den einen oder anderen Tipp geben kann? Sonst traue ich mich wahrscheinlich nicht an himmlisch duftendes Basilikum und herrlichen Salbei oder würzigen Thymian. Ach wäre das Schade.
Gesagt